Erster Warnstreik an der Pädagogischen Hochschule Heidelberg

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Veröffentlicht: 18:01, 26. Mai 2009 (CEST)
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Heidelberg (Deutschland), 26.05.2009 – Aufgrund einer Haushaltssperre an der Pädagogischen Hochschule Heidelberg war für den heutigen Dienstag, den 26. Mai, ein erster Warnstreik geplant. Bereits eine Woche zuvor demonstrierten rund 1.500 Studenten gegen die radikale Sparmaßnahme der Hochschulleitung. Wie der Allgemeine Studierendenausschuss ankündigte, sollten ab 08:30 Uhr Informationsmaßnahmen im Bereich des Altbaus stattfinden. Um 11:45 Uhr sollte zudem eine Vollversammlung stattfinden, zu welcher auch Rektor Michael Austermann erwartet wurde.

Bereits am Montag machten Studierende durch Plakate auf die Situation an ihrer Hochschule aufmerksam. So wurden in der gesamten Hochschule Vorlesungsverzeichnisse ausgehängt, in welchen all diejenigen Lehrveranstaltungen markiert wurden, die von der Haushaltssperre bedroht sind. Viele Studenten befürchten, dass sich ihr Studium bei Wegfall dieser Veranstaltungen erheblich verlängern wird. In einer Presseerklärung kritisierten sie, dass ein ordnungsgemäßes Studium durch die Haushaltssperre nicht mehr gewährleistet sei.

Von seiten der Protestierenden wurde eine umfangreiche Sammlung von Forderungen vorgelegt, welche unter anderem beinhaltet, dass

  • Rektor und Kanzler die Verantwortung übernehmen und darlegen sollen, wie das Studium innerhalb der Regelstudienzeit absolvierbar bleiben soll,
  • der Haushaltsplan von 2006 bis 2009 offen gelegt werden soll,
  • ein externer Gutachter zur Prüfung der Ausgaben eingesetzt werden soll,
  • ein fester Haushaltsausschuss mit studentischem Mitspracherecht eingerichtet werden soll,
  • alle auslaufenden Verträge verlängert und vakante Professuren wieder besetzt werden sollen.

Kanzler und Rektor der Pädagogischen Hochschule bezifferten das Haushaltsloch auf 1,15 Millionen Euro, was viele Studierende jedoch für beschönt halten. Sie vermuten eher ein Defizit von 2,2 Millionen Euro.

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Quellen