Erdbeben erschüttern Sumatra

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Artikelstatus: Fertig 11:09, 6. Mär. 2007 (CET)
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Das Epizentrum lag in der Nähe der Stadt Padang

Padang (Indonesien), 06.03.2007 – Die indonesische Insel Sumatra wurde heute gleich zweimal im Abstand von zwei Stunden von einem starken Erdbeben erschüttert. Dabei kamen mindestens 70 Menschen ums Leben. Die Behörden befürchten, dass es noch weitere Todesopfer gibt. „Wir sind noch dabei, Opfer zu bergen, aber viele Straßen sind nicht befahrbar, und die Telefonleitungen funktionieren nicht“, sagte der Gouverneur von Westsumatra, Gamawan Fauzi. Hunderte Verletzte kamen mit Schnittwunden und Knochenbrüchen in die Krankenhäuser; zahlreiche Häuser stürzten ein. Unter der Bevölkerung brach nach dem ersten Erdbeben eine Panik aus. Besonders schwer war der Solok-Distrikt betroffen.

Die Beben hatten nach Angaben der US-Geologiebehörde USGS Stärken von 6,3 und 6,1 auf der Richterskala. Nach amtlichen indonesischen Angaben lag die Stärke beider Erdbeben bei 5,8; aus Singapur wurde für das erste Beben ein Wert von 6,6 gemeldet. Das Epizentrum lag in ungefähr 30 Kilometer Tiefe zirka 50 Kilometer nordöstlich der Stadt Padang an der Westküste der Insel.

In der Stadt Solong, die besonders schwer betroffen war, stürzte ein Haus auf einen Spielplatz. Die Trümmer erschlugen zwei Kinder und einen Lehrer. Weitere drei Menschen seien ums Leben gekommen, als ihr Haus infolge der Erschütterungen in Brand geraten sei, sagte Bürgermeister Samsu Rahim dem Radiosender „El Shinta“. Insgesamt sollen in der Ortschaft neun Menschen getötet und Dutzende verletzt worden sein.

Noch im 420 Kilometer nordöstlich gelegenen Singapur waren die Erdstöße deutlich zu spüren. Dort wurden einige Hochhäuser, die durch die Erschütterungen in Schwingung geraten waren, und mehrere Schulen vorübergehend evakuiert.

Das Tsunami-Warnzentrum für den Pazifik auf Hawaii gab keine Tsunami-Warnung aus, da der Erdbebenherd nicht im Meer lag.

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Quellen