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ESA-Raumsonde „Rosetta“ passierte den Mars

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Artikelstatus: Fertig 20:01, 25. Feb. 2007 (CET)
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Darmstadt (Deutschland), 25.02.2007 – Die Raumsonde „Rosetta“ passierte heute Morgen zwischen 3:13 Uhr und 3:40 Uhr mitteleuropäischer Zeit erfolgreich den Mars, wie die europäische Raumfahrtagentur ESA meldete. Bei dem Vorbeiflug näherte sich die Sonde unserem Nachbarplaneten auf einen Abstand von nur 250 Kilometern. Die Flugbahn um den Mars herum beschleunigte „Rosetta“ und soll sie auf einen Kurs bringen, der sie bis zum Jahr 2014 an ihr eigentliches Ziel, den Kometen Tschurjumow-Gerasimenko heranführen wird. Zunächst führt ihr Kurs jedoch zur Erde zurück, um der Sonde im November erneut Schwung für ihren weiteren Weg zu dem Kometen zu geben. Wie Dr. Manfred Warhaut, Leiter der ESA-Abteilung für Missionsbetrieb, auf der ESA-Homepage zitiert wird, handelte es sich bei dem Marsmanöver um „das bisher kritischste Ereignis der Mission seit dem Start“.

Die hohe Geschwindigkeit der Sonde ist unter anderem deshalb erforderlich, weil sich das Zielobjekt, der Komet Tschurjumow-Gerasimenko, im angepeilten Zeitfenster mit einer Geschwindigkeit von 135.000 Kilometern pro Stunde in Richtung Sonne bewegen wird.

„Rosetta“ wird bei ihrer Annäherung an den Kometen eine Entfernung von sieben Milliarden Kilometern zurück gelegt haben. Ihr Start erfolgte am 2. März 2004 mit Hilfe einer Ariane-5-Rakete. Sobald Rosetta den Kometen erreicht hat, ist die Absetzung einer Landevorrichtung geplant, die insgesamt 21 Forschungsinstrumente, darunter ein kleines chemisches Labor, enthält.

Die Erforschung von Kometen ist für die Wissenschaftler vor allem deshalb interessant, weil sich an der stofflichen Zusammensetzung ihres Schweifs die ursprüngliche chemische Zusammensetzung des Universums ablesen lässt. Die Kometen sind Boten aus der Anfangszeit des Universums und haben sich seit den Anfängen kaum verändert.

Interessant wird es noch einmal werden, wenn die Sonde im September 2008 und im Juli 2010 in die Nähe zweier Asteroiden gerät, die sich zwischen Jupiter und Mars um die Sonne bewegen. Die Sternfreunde dürfen sich dann vielleicht auf spektakuläre Bilder von den Asteroiden „Šteins“ und „Lutetia“ freuen.

Die ESA lässt sich die Mission etwa eine Milliarde Euro kosten.

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Quellen