ESA-Forschungssatellit „CryoSat2“ ins All gestartet

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Veröffentlicht: 21:14, 8. Apr. 2010 (CEST)
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ESA Satellit Cryosat-2 im Test bei IABG in Ottobrunn

Baikonur (Kasachstan), 08.04.2010 – Wissenschaftler und Mitarbeiter der Europäischen Raumfahrtagentur ESA können heute den erfolgreichen Start eines ihrer Satelliten feiern. Vom Kosmodrom in Baikonur, Kasachstan, hob um 13:57 GMT eine Trägerrakete des Typs „Dnjepr“ ab, um den Satelliten „CryoSat2“ nach 16 Minuten Flugzeit auf seine polare Umlaufbahn in 720 Kilometern Höhe auszusetzen. Der Start erfolgte dabei aus einem unterirdischen Raketensilo.

Der künstliche Trabant hat die Aufgabe, Daten über die Veränderung der Eismassen auf der Erde zu liefern. Die Instrumente sind in der Lage, Mächtigkeit und Ausdehnung des Eises an den Polen, auf den Meeren und der Gletscher mit einer Toleranz von einem Zentimeter zu messen. Diese Aufgabe soll nun mindestens in den nächsten dreieinhalb Jahren durchgeführt werden. So lange schätzen die Wissenschaftler die Funktionsdauer des Satellten ein. Das Radar mit dem Namen SIRAL soll am kommenden Sonntag erstmals aktiviert werden, nach sechs Monate dauernden Tests soll dann der Regelbetrieb beginnen. Die ersten Signale des Satelliten wurden bereits kurz nach dem Start von einer Bodenstation in Kenia aufgefangen – ein Zeichen dafür, dass der Satellit seine vorgesehene Umlaufbahn erreicht hat.

Die Kosten für den Satelliten betrugen insgesamt 187 Millionen US-Dollar. Die ESA gab Anfang 2006 den Bau des Satelliten in Auftrag, da am 8. Oktober 2005 ein baugleicher Satellit nach einem Fehlstart einer Rockot-Trägerrakete wenige Stunden nach dem Start über dem Nordpol verlorengegangen war.

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Quellen