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Dresden bringt zahlreiche Flüchtlinge in Hotels unter

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Veröffentlicht: 11:40, 28. Dez. 2015 (CET)
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Dresdner Striezelmarkt

Dresden (Deutschland), 28.12.2015 – Die sächsische Landeshauptstadt Dresden hat angesichts des Winters mehrere große Hotels mit Flüchtlingen belegt. Die Gebäude der Stadt reichen nicht mehr aus. Die als Übergangslösung errichteten Zelte sind wegen der kalten Jahreszeit nur eingeschränkt nutzbar. Bei einigen Hotels musste mit den Eigentümern über mehrere Monate verhandelt werden, bis es zu einem Verkauf kam. Die Stadtverwaltung wirbt mit Anwohnerversammlungen um Verständnis für die getroffenen Maßnahmen.

Im Laufe des Monats Dezember wurden kurzfristig sogar Reisende, die sich zum Besuch des Striezelmarktes angemeldet hatten, umgebucht. Der Dresdner Striezelmarkt zieht jährlich etwa 2,5 Millionen Besucher an. Auf dem zentralen Markt gibt es rund 230 Stände, die das Interesse eines internationalen Publikums wecken. Viele Besucher kommen nur als Tagesgäste. Der Weihnachtsmarkt ist bis zum 24. Dezember um 14 Uhr geöffnet, die meisten Buden werden erst nach den Feiertagen abgebaut.

Als Schutz vor möglichen ausländerfeindlichen Übergriffen stehen die Asylbewerberunterkünfte unter Bewachung. Sicherheitskräfte sind Tag und Nacht im Einsatz, die beschlagnahmten Hotels sind umzäunt und Neugierige werden vom Wachpersonal aufmerksam beobachtet. Um den Frieden zu wahren und mögliche Geschäftseinbußen zu verhindern, erhalten die betroffenen Hotelgäste großzügige Vergünstigungen wie zum Beispiel eine kostenlose Fahrt mit dem Taxi oder das Angebot einer höherwertigen Unterkunft zum gleichen Preis. Ein ursprünglich als Flüchtlingsunterkunft vorgesehenes Hotel am Stadtrand in Dresden-Leubnitz wurde nach Anwohnerprotesten zum Ausweichquartier für die anderen Hotelgäste bestimmt.


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Quellen

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