Deutscher Journalistenverband kritisiert Übernahme von ProSiebenSat.1 durch Springer

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Berlin (Deutschland), 05.08.2005 – Der Deutsche Journalistenverband (DJV) kritisiert die Übernahme der Fernsehsendergruppe ProSiebenSat.1 durch die Axel Springer AG.

DJV-Bundesvorsitzender Michael Konken ist der Meinung, dass eine solche Medienmacht in einer Hand verheerend für die Meinungsvielfalt in Deutschland sei. Durch die 100-Prozent-Übernahme der Stimmrechtsaktien durch Springer entstände ein Medienmonopol mit gewaltigem Einfluss auf die öffentliche Meinung, so Konken.

Die Dienstleistungsgewerkschaft Ver.di fordert als Reaktion auf die Übernahme „Regelungen der Konzentrationskontrolle für die gesamte Medienwirtschaft“. Der stellvertretende Vorsitzende der Gewerkschaft, Frank Werneke fordert „übergreifende Kriterien zur Eingrenzung von Medienmacht quer über Branchengrenzen hinweg“.

Der bayerische Ministerpräsident Edmund Stoiber (CSU) begrüßt, ebenso wie die CDU/CSU-Bundestagsfraktion, die Übernahme; er erhofft sich von dem Zusammenschluss neue Arbeitsplätze und eine klare Stärkung des Medienstandorts Deutschland und Bayerns. Der kultur- und medienpolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Günter Nooke, sagte, dass Medienunternehmen nicht mehrheitlich in ausländischem Besitz sein sollten.

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Quellen