Deutsche Bahn will Tochterunternehmen Regionalverkehr Kurhessen auflösen

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Veröffentlicht: 13:23, 25. Mär. 2012 (CEST)
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RKH Linie 46, Dubliner Straße.jpg
RKH Linie 5514, Frankfurt-Flughafen.jpg

Kassel (Deutschland), 24.03.2012 – Spätestens bis zum Jahr 2016 soll das DB-Tochterunternehmen Regionalverkehr Kurhessen (RKH) aufgelöst werden. Als Grund gibt das Unternehmen an, aufgrund der zu einem höheren Niveau als bei der Konkurrenz abgeschlossenen Tarifverträge sei die RKH nicht mehr wettbewerbsfähig. Die RKH bezahlt ihren Mitarbeitern einen Lohn, der 25 Prozent über dem Tarifvertrag liegt. Schon seit 2010 fährt das Unternehmen Verluste ein. Dieser habe sich auf inzwischen 11,3 Millionen Euro aufgelaufen. Nach den Angaben von Geschäftsführer Thomas Prechtl kämen bis zur Auflösung des Unternehmens noch weitere 16 Millionen Verlust Euro hinzu.

Ungefähr 560 Mitarbeiter sind von der geordneten Liquidation des Unternehmens betroffen. 246 Linien betreibt das Bus-Unternehmen momentan. Die Mitarbeiter haben die Möglichkeit, innerhalb des Bahnkonzerns für ein anderes Unternehmen, wie den DB Busverkehr Hessen, zu arbeiten, zu den beim Landesverband Hessischer Omnibusunternehmer (LHO) üblichen Bedingungen.

Die Gewerkschaft ver.di gab die Schuld daran der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG), diese wiederum der Deutschen Bahn. Sowohl Prechtl als auch ver.di-Bezirksleiter Harald Fennel schlossen Neuverhandlungen nicht aus. „Es hat aber nur Sinn, wenn alle gesprächsbereit sind“, sagte Fennel und meinte damit die EVG. „Wir werden Gespräche nicht ablehnen, aber wir haben Forderungen“, erklärte deren Kasseler Geschäftsstellenleiter Andreas Güth.


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