Dennis Hopper ist tot

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Veröffentlicht: 10:28, 30. Mai 2010 (CEST)
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Dennis Hopper † (Aufnahme von 2008)

Los Angeles (Vereinigte Staaten), 30.05.2010 – Einer der ganz Großen Hollywoods hat die Bühne für immer verlassen. Der US-amerikanische Schauspieler Dennis Hopper starb am 28. Mai im Alter von 74 Jahren in Venice, Kalifornien an Krebs. Hopper spielte in mehr als 140 Filmen. Er war zweimal für einen Oscar nominiert und gewann einmal einen Golden Globe. Weltberühmt wurde Hopper durch seine Rolle in „Easy Rider“.

Hopper stammte aus Dodge City, Kansas. Nach ein paar Fernsehrollen wirkte er in Nebenrollen in den James-Dean-Klassikern „…denn sie wissen nicht, was sie tun“ und „Giganten“ mit. Er lernte Henry Fonda kennen und dessen Sohn Peter, mit dem er an der Verwirklichung von „Easy Rider“ arbeitete. Der dritte im Bunde war Jack Nicholson. Hopper war nicht nur Hauptdarsteller des Filmes, sondern führte auch Regie und begründete so, fast nebenbei, das New Hollywood. Es waren Nicholson, Fonda und Hopper, die Harley-Davidson-Motorräder und die Musik der Gruppe „Steppenwolf“, die den Film von 1969 zu einem Klassiker machten.

Doch in Hoppers Karriere folgte auf diesen Erfolg eine Zeit von Misserfolgen. Zwar spielte er im Vietnam-Kriegsdrama „Apocalypse Now“ mit, doch erst als ihm David Lynch in seinem Film „Blue Velvet – Verbotene Blicke“ die Rolle des Sadisten Frank Booth gab, kam wirklich die Wende. Auch seine nächste Regiearbeit, „Colors – Farben der Gewalt“, kam an, Hopper war wieder da. 1994 stellte er in „Speed“ den psychopathischen Bombenleger Howard Payne dar, der Keanu Reeves und Sandra Bullock in Atem hält. Ein Jahr später spielte er den Bösewicht in Kevin Kostners Endzeitdrama „Waterworld“.

Spektakulär wie seine Rollen war auch sein Privatleben. Hopper war fünfmal verheiratet und hatte vier Kinder, jedes mit einer anderen Frau. Er wurde wegen Raserei verhaftet und fiel wegen Alkohol- und Drogenkonsums auf.

Hopper wirkte auch in dem Film „Der amerikanische Freund“ des deutschen Regisseurs Wim Wenders mit. Mit ihm sollte ihn eine langjährige Freundschaft verbinden. Es war ein Film Wenders′, in dem Hopper eine seiner letzte Rollen spielte: in „Palermo Shooting“ stellte er 2008 den Tod dar. Der hat ihn nun geholt.

Quellen