Demonstrationen in Berlin und Frankfurt: „Wir zahlen nicht für eure Krise!“

aus Wikinews, einem freien Wiki für Nachrichten
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Veröffentlicht: 22:16, 28. Mär. 2009 (CET)
Bitte keine inhaltlichen Veränderungen vornehmen.

Berlin / Frankfurt am Main (Deutschland), 28.03.2009 – Heute fand in mehreren europäischen Ländern ein internationaler Protesttag gegen die Krisenpolitik der von den Banken ausgelösten Wirtschaftskrise statt. Die Kundgebungen und Protestmärsche fanden offenbar in Frankurt am Main und Berlin in Deutschland sehr starken Anklang. Gefordert wurde eine demokratische Kontrolle der Finanzmärkte, Finanz- und Rettungspakete und ein ökologischer und sozialer Umbau der Wirtschaft in Europa.

In Berlin sind nach Polizeiangaben am heutigen Samstag rund 15.000 Menschen gegen Globalisierung und das Vorgehen der Bundesregierung gegen die Finanz- beziehungsweise Wirtschaftskrise auf die Straße gegangen, in Frankfurt am Main waren es 12.000 Aktivisten. Nach Schätzungen der Veranstalter waren in Berlin 30.000 und in Frankfurt 25.000 Personen anwesend.

Die sonst friedlichen Protestmärsche wurden zum Ende durch Reibereien zwischen Linksautonomen und der Polizei gestört. Hierbei kam es offenbar im Anschluss an Handgreiflichkeiten und Flaschenwürfen zu mehreren Festnahmen. Auf der Abschlusskundgebung in Frankfurt am Main konnte der Vorsitzende Oskar Lafontaine wegen Eier-Bewürfen seine Kundgebung nur hinter Regenschirmen und Polizei-Schutzschilden zu Ende führen.

Im Ausland fanden gleichgerichtete Demonstrationen vergleichbarer Größenordnung in Paris (Frankreich), London und Wien (Österreich) statt. Die Protestaktionen bilden den Auftakt gegen den G-20 Folgegipfel des Gipfeltreffens Washington im britschen London, der am kommenden Wochenende stattfinden wird.

Quellen