China: mindestens 21 tote Kumpel bei Grubenunglück

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Veröffentlicht: 11:57, 17. Okt. 2010 (CEST)
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Lage der Provinz Henan

Yuzhou (Volksrepublik China), 17.10.2010 – Mindestens 21 Bergleute sind bei einem Grubenunglück in der Stadt Yuzhou in der Provinz Henan in Zentralchina ums Leben gekommen, 16 weitere Personen wurden nach Angaben der Nachrichtenagentur Xinhua verschüttet. Das Unglück geschah am Samstag, dem 16. Oktober, gegen 6:00 Uhr Ortszeit. Als das Unglück geschah, befanden sich rund 270 Minenarbeiter in dem Bergwerk. Der Fernsehsender CCTV berichtete, dass hohe Konzentrationen von Gas und Einsturzgefahr die Suche nach den Verschütteten erschwere. Es ist noch nicht bekannt, ob die Vermissten überlebt haben. An der Suche nach ihnen sind rund 70 Retter beteiligt.

In der Provinz Henan verloren bereits im Juni dieses Jahres 47 Bergleute und im August weitere neun Kumpel bei Grubenunglücken ihr Leben. Chinesische Bergwerke sind häufig Schauplatz von Unfällen. 2009 kamen mehr als 2600 chinesischen Bergarbeiter um. Experten gehen davon aus, dass die Dunkelziffer weitaus höher ist. Trotz verschärfter Sicherheitsvorschriften in den letzten Jahren werden immer noch viele illegale Bergwerke betrieben, in denen die Vorschriften nicht eingehalten werden. Das Kohlebergwerk, in dem sich das Unglück ereignete, gehört der Pingyu Coal and Electric Company, einem teilweise in staatlichem Besitz befindlichen Unternehmen.

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Quellen