Bremer Raumfahrtunternehmen Eurockot Launch Services verzeichnet Auftragsboom

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Bremen (Deutschland), 29.06.2005 - Das Bremer Unternehmen Eurockot Launch Services GmbH verzeichnet momentan einen regelrechten Auftragsboom. Wie die Verlagsgruppe Kreiszeitung titelt, steht dem Unternehmen ein spannender Herbst bevor. Das Unternehmen ist ein Joint-Venture aus ASTRIUM und dem „Khrunichev State Research and Production Space Center“. Es vermarktet die Rakete Rockot, eine umgebaute Interkontinentalrakete, die vom eigenen Startplatz in Plessezk in den Weltraum aufbricht. Dort erfolgte der erste Start am 16.05.2000. Auch in russischen Raumfahrtzentren Baikonur und Swobodny sind Startmöglichkeiten der Rakete vorhanden.

Mittlerweile hat das Unternehmen vier Starts für die Europäische Raumfahrtagentur ESA in seinen Auftragsbüchern stehen. Neu hinzugekommen sind im ersten Halbjahr 2005 die Startkampagnen für die Missionen „Smos“ und „Proba-2“, beide sind für das Jahr 2007 geplant. „Smos“ soll hochauflösende Bilder liefern, die die Bodenfeuchtigkeit und den Salzgehalt der Meere sowie ihre Veränderungen unter Berücksichtigung des ständigen Wasseraustausches zwischen Meeren, Atmosphäre und Land aufzeigen. Der 130 Kilogramm schwere „Proba-2“ ist ein Testsatellit, der Hard- und Softwarekomponenten testen soll, außerdem werden Instrumente zur Sonnenbeobachtung erprobt. Sein Vorgänger „Proba“ wurde am 22.10.2001 in Indien als Sekundärnutzlast einer PSLV-Rakete gestartet und arbeitet seitdem sehr erfolgreich.

Im zweiten Halbjahr dieses Jahres stehen nun noch drei Starts auf dem Programm. Zuerst erfolgt im August der Start des Satelliten „Monitor E1“ (siehe geplanter Wikinews-Bericht „Russischer Erdbeobachtungssatellit Monitor E1 auf Forschungsmission“), im September wird der ESA-Satellit „CryoSat“ starten. Dabei handelt es sich um einen Satelliten aus dem „Earth-Explorer“-Programm der europäischen Agentur. Seine Aufgabe ist die Ermittlung der Dicke der kontinentalen Eisschichten und der Polarmeere. Für Südkorea wird im Dezember dann noch der Satellit „Kompsat 2“ in den Weltraum befördert.

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Quellen