Blizzard an der US-Ostküste bringt extreme Schneefälle

aus Wikinews, einem freien Wiki für Nachrichten
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Veröffentlicht: 21:32, 8. Feb. 2010 (CET)
Bitte keine inhaltlichen Veränderungen vornehmen.
Eingeschneite Autos in Arlington, Virginia

Washington D.C. (Vereinigte Staaten), 08.02.2010 – Ein Blizzard hat den Verkehr an der Ostküste der Vereinigten Staaten in weiten Teilen vollkommen zum Erliegen gebracht. Wie der US-amerikanische Wetterdienst meldete, fielen in Washington D.C. in der Zeit von Donnerstag, dem 4. Februar um 7:00 Uhr bis zum Samstagabend, dem 6. Februar um 21:00 Uhr Ortszeit rund 50 Zentimeter und in Philadelphia rund 70 Zentimeter Schnee. Eine Schneefallmenge von 80 Zentimeter wurde auf dem internationalen Flughafen von Washington registriert. Den meisten Schnee – rund 100 Zentimeter – meldete Colesville in Maryland. Der Blizzard ist der zweite schwere Wintersturm an der Ostküste innerhalb weniger Wochen.

In den Bundesstaaten Maryland und Delaware sowie im District of Columbia wurde der Notstand ausgerufen. Daduch wird die Freigabe von Bundeshilfen und der Einsatz der Nationalgarde ermöglicht. Die Auswirkungen des Nor′easters waren bis nach Mexiko spürbar. Als Schnee und Eisregen ging der Niederschlag noch in Missouri und North Carolina nieder, weiter südlich regnete es stark.

Im Zentrum der Macht: Ski und Rodel gut

Präsident Barack Obama nannte das Schneechaos ein „Snowmageddon“. Mehr als 230.000 Haushalte waren ohne elektrische Energie, weil umstürzende Bäume Versorgungsleitungen herunterrissen. Die meisten Flüge von und nach Washington, Baltimore und Philadelphia mussten gestrichen werden. Unterbrochen waren auch die Eisenbahnverbindungen zwischen der amerikanischen Hauptstadt und New York City sowie Teile des öffentlichen Personennahverkehrs von Washington D.C. Schulen und öffentliche Behörden blieben am Freitag geschlossen.

Am anderen Ende der Vereinigten Staaten, im sonst so sonnigen Kalifornien, war das Wetter auch nicht besonders rosig: Starkregen von bis zu 100 l/24 Stunden führte nördlich von Los Angeles zu Erdrutschen und Überflutungen. Das nach den Waldbränden in den letzten Jahren kahle Erdreich konnte das Regenwasser nicht halten. Häuser würden von Schlammlawinen verwüstet und Autos wurden weggespült.

Themenverwandte Artikel

Quellen