Berliner Verkehrsbetriebe planen Anschaffung von 250 wasserstoffgetriebenen Bussen

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Artikelstatus: Fertig 10:01, 19. Jul. 2006 (CEST)
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Berlin (Deutschland), 19.07.2006 – Die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) planen die Anschaffung von 250 wasserstoffgetriebenen Bussen. Der aus dem Raffinerieabfallprodukt Butan gewonnene Wasserstoff sei wirtschaftlich, weil die Dieselpreise so stark gestiegen seien. In einer für 2007 geplanten Ausschreibung von 250 Fahrzeugen werden die Hersteller aufgefordert, ein Angebot für Diesel- und für Wasserstofffahrzeuge zu machen. Das wäre die weltweit größte bisher getätigte Anschaffung von wasserstoffgetriebenen Fahrzeugen, so die BVG. Beginn der Lieferung der ersten Serienfahrzeuge soll 2009 sein. Nach der Umrüstung wird jeder fünfte Bus des BVG-Fuhrparks einen Wasserstoffantrieb haben.

Während der WM kamen zwei Busse mit Wasserstoffantrieb zum Einsatz. Nach 8.500 Kilometern zurückgelegter Strecke zwischen Olympiastadion und Flughafen Tegel, auf der WM-Gäste transportiert wurden, sei die Alltagstauglichkeit bewiesen, so die Meinung des Geschäftsführers des Kraftstoffherstellers Total Deutschland, Thierry Pflimlin.

Die ersten zwei Busse mit Wasserstoffantrieb von MAN gehen demnächst in Spandau in Betrieb. Sie kosten je 360.000 Euro, der Differenzbetrag zu den 80.000 Euro, die ein Dieselbus kostet, wird von der Europäischen Union übernommen. Zehn weitere Busse sollen nächstes Jahr geliefert werden.

Der Berliner Senat will bei der EU Fördermittel beantragen, weil Berlin ein hervorragender Standort sei, auch deshalb, weil die französische Firma Total in Leuna, 150 Kilometer von Berlin entfernt, eine zentrale Forschungsabteilung für die technische Nutzung von Wasserstoff als Treibstoff betreibt.

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Quellen