Bahn und Lokführergewerkschaft unterbrechen Verhandlungen – Drohen neue Streiks in Deutschland?

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Veröffentlicht: 18:56, 7. Mär. 2008 (CET)
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Regionalexpress der Deutschen Bahn AG
Stehen bald wieder alle Züge still?

Deutschland, 07.03.2008 – Im Tarifstreit zwischen der Deutschen Bahn AG und der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer sah es am 30. Januar 2008 noch nach einer Einigung aus. Dann begannen die Redaktionsverhandlungen zum Lokführer-Tarifvertrag und zum Grundlagen-Tarifvertrag. Doch der Teufel steckte dabei im Detail.

Die Verhandlungen über den Grundlagen-Tarifvertrag sind gescheitert. Die Deutsche Bahn erklärte die Gespräche über den Grundlagen-Tarifvertrag für „unterbrochen“. Die GDL-Gewerkschaft erklärte sie dagegen für „abgebrochen“. Der Grundlagen-Tarifvertrag soll die Zusammenarbeit der drei Bahn-Gewerkschaften Transnet, GDBA-Verkehrsgewerkschaft und eben der GDL-Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer regeln.

Der Lokführer-Tarifvertrag sehe Entgelterhöhungen von acht Prozent ab März 2008 und weiteren drei Prozent ab September 2008 vor. Außerdem sieht er eine Einmalzahlung von 800 Euro für den Zeitraum vom 1. Juli 2007 bis zum 29. Februar 2008 vor, die inzwischen ausgezahlt sein sollten. GDL-Chef Manfred Schell kündigte an, den ausgehandelten Lokführer-Tarifvertrag zu unterschreiben und der Bahn zuzuleiten. Es liege an der Bahn, den Tarifkonflikt zu beseitigen und neue Arbeitskämpfe abzuwehren.

Bahn-Personalvorstand Margret Suckale hält es für unbegreiflich, warum die GDL-Verhandlungsführer den ausgehandelten Tarifvertrag nun nicht mehr unterschreiben wollten, obwohl die GDL-Gremien diesem Ergebnis doch schon längst zugestimmt hätten. Ein eigenständiger Lokführer-Tarifvertrag sei ohne den Grundlagen-Tarifvertrag und ohne eine Kooperationsvereinbarung der drei Bahngewerkschaften nicht zu haben.

Sollte es nicht zu einer Einigung zwischen Deutscher Bahn und der GDL-Lokomotivführergewerkschaft kommen, drohen bald wieder neue Streiks im Bahnverkehr. Die GDL hatte der Bahn ein Ultimatum für ein Ende der Tarifverhandlungen bis zum Freitag, den 7. März 2008 gesetzt.

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Quellen