Ausschreitungen auf dem Tempelberg

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Artikelstatus: Fertig 22:39, 10. Feb 2007 (CET)
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Die El-Aksa-Moschee in Jerusalem

Jerusalem (Israel), 10.02.2007 – Auf dem Tempelberg wurden bei Ausschreitungen zwischen moslemischen Demonstranten und der israelischen Polizei mindestens 32 Personen verletzt. Nach Angaben der Polizei waren davon 17 Demonstranten und 15 Polizeibeamte betroffen. Grund sind Bauarbeiten, bei denen ein eingestürzter Fußweg erneuert werden soll. Die Nachrichtenagentur Reuters spricht hingegen von Ausgrabungen, mit denen Kunstschätze gerettet werden sollen, die durch die Bauarbeiten gefährdet sind. Die Demonstranten haben Angst, dass durch die Arbeiten das Fundament der El-Aksa-Moschee zerstört wird, die in der Nähe steht.

Der Ablauf wird von den Nachrichtenagenturen unterschiedlich dargestellt. Demnach haben „muslimische Anführer“ zu Protesten aufgerufen, die nach den Freitagsgebeten auch begannen. Spiegel Online berichtet, die Unruhen seien „aufgeflammt“, ohne auf die Ursachen einzugehen. Jedenfalls stürmte die Polizei den Tempelberg, wobei sie Rauchbomben (laut Focus Tränengas und Schockgranaten) einsetzten. Von Seiten der Demonstranten wurden Steine geworfen. In der El-Aksa-Moschee halten sich auch Demonstranten auf. Dabei ist unklar, ob sie sich verschanzt hatten, wie Spiegel Online schreibt, oder ob die Polizei die Tür von außen „wegen der Gewalt“ verriegelt hatte (Reuters). 17 Personen wurden festgenommen. Auch in anderen Gegenden der Stadt gab es Ausschreitungen.

Bilder, die ZDF-Online zu dem Zwischenfall zeigten, brachten ebenfalls keine Klarheit. Zu sehen waren steinewerfende vermummte Demonstranten und Polizisten, die Rauchgasgranaten abschossen.

Quellen