Astronomisches Spektakel: Venusdurchgang vor der Sonne

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Veröffentlicht: 14:41, 5. Jun. 2012 (CEST)
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Animation des Venustransits 2012. (MESZ)

Hannover (Deutschland), 04.06.2012 – Am Dienstag und Mittwoch wird in einigen Ländern ein interessantes astronomisches Schauspiel zu beobachten sein, welches nur alle über hundert Jahre zweimal auftritt: Der Venusdurchgang vor der Sonne. Wie die US-amerikanische Raumfahrtorganisation NASA mitteilt, ist unser Nachbarplanet dann als kleine schwarze Scheibe vor dem hellen Tagesgestirn zu erkennen. Es wird allerdings davor gewarnt, diesen Vorgang ohne ausreichenden Schutz der Augen beobachten, da sonst Erblindung droht. Empfohlen werden Spezialbrillen wie sie auch bei der Beobachtung von Sonnenfinsternissen verwendet werden. Der letzte Venustransit fand 2004 statt und konnte in Europa vielfach gut beobachtet werden.

In den USA ist das Spektakel bereits am Dienstagabend (Ortszeit) zu beobachten, wird dort jedoch durch den Sonnenuntergang - je nach Standort - früher oder später beendet. Der Vorgang vom scheinbaren ersten Kontakt der Venusscheibe mit der Sonne bis zum Ende des Durchgangs dauert insgesamt etwa 6 Stunden und ist in Alaska, im Pazifik und in fernöstlichen Ländern während der gesamten Zeit zu beobachten. In Europa und damit auch in Deutschland ist das Ereignis erst am Mittwoch morgen nach Sonnenaufgang und bis etwa 7 Uhr MESZ zu beobachten, vorausgesetzt Bewölkung nimmt nicht die Sicht auf die Sonne. Viele Sternwarten bieten zu diesem Anlass eigene Veranstaltungen an. Zwar ist der Venusdurchgang auch ohne Fernrohr zu beobachten, da der scheinbare Durchmesser der Venusscheibe ein 1/32tel der Sonne beträgt, doch sind mit geeigneten astronomischen Geräten zahlreiche Effekte wie etwa die aufleuchtende Venusatmosphäre zu beobachten.


Karte der Sichtbarkeit des Venustransits 2012. In den Genuss einer durchgehenden Sichtbarkeit kommen Alaska, Teile Kanadas und Asiens und ein Grossteil Australiens. Gänzlich unsichtbar bleibt der Venusdurchgang dagegen im westlichen Afrika und im grössten Teil Südamerikas. Amerika und fast ganz Europa können jeweils Anfang bzw. Ende des Schauspiels verfolgen. Wolkenlosigkeit immer vorausgesetzt.


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Quellen[Bearbeiten]