Angela Merkel fordert mehr benzinsparende Autos

aus Wikinews, einem freien Wiki für Nachrichten
Wechseln zu: Navigation, Suche
Artikelstatus: Fertig 14:45, 12. Feb 2007 (CET)
Bitte keine weiteren inhaltlichen Veränderungen vornehmen, sondern einen Folgeartikel schreiben.


Berlin (Deutschland), 12.02.2007 – Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel hat am Samstag in ihrer wöchentlichen Internet-Videobotschaft die einheimischen Autohersteller dazu aufgefordert, sich bei der Entwicklung neuer Modelle darauf zu konzentrieren, diese möglichst benzinsparend zu gestalten. Hintergrund ist der Beschluss der EU-Kommission, bis zum Jahre 2012 den Ausstoß von CO2 auf 130 Gramm je Kilometer für alle Neuwagen zu senken. Merkel hob dabei auch hervor, dass dies Arbeitsplätze bei den betroffenen Unternehmen sichern könnte.

Der Experte Ferdinand Dudenhöffer geht laut dem Bericht des Fachmagazins „Automobilwoche“ sogar davon aus, dass bis zu 50.000 neue Arbeitsplätze bei den Zulieferern der Firmen geschaffen werden können, da die Zulieferer Innovationen im Motorenmanagement und der Abgasreinigung einführen müssten, um den angestrebten CO2-Grenzwert zu erreichen.

Gleichzeitig empfahl der ehemalige Umweltminister Jürgen Trittin den Umstieg auf Erdgasautos. Auch die Fraktionschefin der Grünen, Renate Künast, äußerte sich kritisch gegenüber deutschen Automarken. Sie rate zum Kauf japanischer Hybridautos.

Laut einem Test des Magazines „auto, motor und sport“ gibt es im Moment 113 Modelle, die unter der Grenze von 130 Gramm CO2 je Kilometer bleiben, davon sind 24 Modelle deutscher Hersteller. Als Marke ist jedoch Smart alleiniger Hersteller aus dem deutschen Raum, dessen Autos im Durchschnitt weniger als 130 Gramm CO2 je Kilometer ausstoßen. Deutsche Marken kommen bei dem Test durchschnittlich auf höhere CO2-Werte als japanische Fabrikate.

Quellen