Abenteuerliche Gebühren für Telefon und Internet

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Veröffentlicht: 22:53, 19. Nov. 2009 (CET)
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Mobiltelefone mit 3G-Dongle

Fontainebleau (Frankreich), 19.11.2009 – Innerhalb einer Woche sind in Frankreich drei Fälle von schwindelerregenden Rechnungen für „unbegrenzten“ Internet-Zugang bekannt geworden. Ein Notarzt aus Fontainebleau bei Paris schlägt alle Rekorde mit 159.212 Euro. Diese Telefonrechnung betrifft einen Monat unbegrenzte Nutzung der 3G-Dongle am Netz von Orange, gegen die Dr. Jean Spadaro nunmehr seit sechs Monaten kämpft. Vor einem Jahr hatte er einen Basisvertrag mit einer Monatsgebühr von 30 Euro abgeschlossen. Nachdem die Rechnung im April 2009 auf 860 Euro gestiegen war, beschloss er auf einen „unbegrenzten“ Vertrag zu 50 Euro im Monat umzusteigen. Zu seinem Entsetzen erhielt er im Juni eine Rechnung für den Monat Mai in Höhe von 159.212 Euro. Der Arzt ist seit 17 Jahren Kunde bei der Firma Orange und beanstandet, France Télécom, der Mutterkonzern von Orange, habe nicht darüber aufgeklärt, dass der Begriff „unbegrenzt“ sich nur auf die Zeit, nicht aber auf die Datenmenge beziehe. Bisher hatten sich Dr. Spadaro und seine Familie keine Gedanken über die Kosten gemacht, die sich auf 170 Euro je Gigabyte belaufen.

Zuvor waren zwei andere Fälle von Geschäftsleuten in Frankreich bekannt geworden, die Rechnungen über jeweils rund 40.000 Euro für einen Monat Nutzung von Orange erhalten hatten. Die englische und französche Version von Wikinews berichten ausführlich.

Quellen