Ärzte ohne Grenzen: Kindersterben in Niger geht weiter

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Artikelstatus: Fertig 21:07, 17. Sep. 2005 (CEST)
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Niamey (Niger), 17.09.2005 – Trotz der gewachsenen Spendenbereitschaft für die vom Hunger bedrohten Kinder in dem westafrikanischen Land hat sich die Situation nach Angaben der internationalen Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen in einigen Gebieten weiter verschlechtert.

Obwohl durch das Welternährungsprogramm der UNO (WFP) Lebensmittel an 1,2 Millionen Menschen ausgegeben wurden, gibt die Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen (Médecins sans Frontières) an, in 58 der 67 Regionen des Landes herrschten alarmierende Zustände. Am stärksten betroffen seien die Regionen Maradi, Zinder und Tahoua. Dort seien in der letzten Woche 2000 Kinder wegen lebensbedrohlicher Unterernährung in die Behandlung der Hilfsorganisation übergeben worden.

Die MSF kritisieren auch die UNO-Hilfsorganisation WFP, die die Weltgemeinschaft viel zu spät auf die Hungersnot in Niger aufmerksam gemacht habe.

Nach Angaben des WFP leiden in Niger 34 Prozent der Bevölkerung an Unterernährung, in absoluten Zahlen: 3,7 Millionen von 10,8 Millionen Einwohnern des Landes.

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Quellen