Urban Mangold neuer zweiter Bürgermeister in Passau

aus Wikinews, einem freien Wiki für Nachrichten
Wechseln zu: Navigation, Suche
Veröffentlicht: 17:08, 9. Mai 2008 (CEST)
Bitte keine inhaltlichen Veränderungen vornehmen.

Passau (Deutschland), 09.05.2008 – Urban Mangold von der ödp ist neuer zweiter Bürgermeister von Passau. Bei der konstituierenden Sitzung am Donnerstag, den 8. Mai konnte er sich mit 25 zu 17 Stimmen gegen die bisherige Amtsinhaberin Dagmar Plenk (CSU) durchsetzen. Auch bei der Wahl für das Amt des dritten Bürgermeisters konnte sich kein Kandidat der CSU durchsetzen. Gewählt wurde Dr. Anton Jungwirth von der FDP; die CSU hatte keinen Gegenkandidaten nominiert. Damit verfügt die CSU, die im Stadtrat die stärkste Fraktion stellt, über keinen einzigen Bürgermeisterposten.

Bei den Kommunalwahlen vom 2. März hatte vor allem die CSU herbe Stimmenverluste hinnehmen müssen. Mit 35,4 Prozent der Wählerstimmen lag sie fünf Prozent unter ihrem letzten Ergebnis. Gewinner waren vor allem die beiden Umweltparteien ödp mit 15,8 Prozent – das entspricht einem Zugewinn von 5,3 Prozent – und die Grünen mit 8,6 Prozent (plus 3,8 Prozent). Die SPD verschlechterte sich mit einem Ergebnis von 25,7 Prozent ebenfalls geringfügig gegenüber der letzten Wahl. Bei der Oberbürgermeisterwahl lag der SPD-Kandidat Jürgen Dupper mit 46,75 Prozent der Stimmen vor dem Amtsinhaber Albert Zankl von der CSU, der nur 37,67 Prozent der Wählerstimmen auf sich vereinigen konnte. In absoluten Zahlen entspricht das einem Unterschied von 1.977 Stimmen. Auf Platz drei kam bereits der ödp-Kandidat Urban Mangold mit 12,65 Prozent der Stimmen.

Auch in einigen weiteren Kommunen präsentierte sich die ödp überraschend stark. In Pfreimd hatten 41,49 Prozent der Wähler dem ödp-Kandidaten Arnold Kimmerl mit 41,49 Prozent der Stimmen den Vorzug vor dem CSU-Kandidaten Alfred Hammer gegeben, der nur 35,14 Prozent der Stimmen erreichte. In einer dann erforderlich gewordenen Stichwahl konnte sich der ödp-Kandidat mit 64,63 Prozent gegenüber 35,37 Prozent für den CSU-Mann Hammer durchsetzen. Im Landkreis Bad Kissingen gelang dem ödp-Kandidaten Waldemar Bug bereits im ersten Anlauf, also ohne Stichwahl, die Erringung der absoluten Mehrheit mit 50,5 Prozent der abgegebenen Stimmen. Bug wurde so als bayernweit erstes ödp-Mitglied zum Bürgermeister gewählt. In Emskirchen erreichte Harald Kempe mit 27,4 Prozent der Stimmen die Stichwahl gegen den CSU-Bewerber Dieter Schmidt. In der Stichwahl konnte sich der ödp-Kandidat dann mit 52,6 Prozent der Wählerstimmen gegen den langjährigen Bürgermeister Dieter Schmidt, der sich mit 1.325 Stimmen (47,42 Prozent) geschlagen geben musste und nach 24 Jahren in diesem Amt den Stuhl des Bürgermeisters räumen musste, durchsetzen. Im Gemeinderat von Emskirchen ist die ödp mit fünf Sitzen vertreten, die CSU-Fraktion besetzt neun Sitze, während weitere vier Sitze auf eine freie Wählergemeinschaft sowie zwei Sitze auf die SPD entfallen.

Urban Mangold ist seit 1991 hauptberuflicher Landesgeschäftsführer der bayerischen ödp. Außerdem ist er Landesvorsitzender seiner Partei in Bayern. Sein politisches Credo formuliert er auf der Homepage seiner Partei so: „Der ödp habe ich mich angeschlossen, weil ich den kurzfristigen Atom-Ausstieg will. Wissenschaftler haben bewiesen, dass das innerhalb weniger Jahre möglich ist. Wer jetzt, nach dem 11. September, noch weitere 30 Jahre an der Atomkraft festhält, gefährdet die Sicherheit von uns allen. Als Stadtrat trete ich in meiner Heimatstadt Passau vor allem für sparsames Wirtschaften, gegen die bequeme Politik des Schuldenmachens und für eine nachhaltige und ökologische Stadtentwicklungspolitik ein.“

Themenverwandte Artikel

Quellen