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Zweite Abschaltung eines Kernkraftwerks in Schweden nach Zwischenfall in einer Woche

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Artikelstatus: Fertig 15:45, 5. Aug. 2006 (CEST)
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Oskarshamn (Schweden), 05.08.2006 – Im Kernkraftwerk Oskarshamn in Schweden sind am Mittwoch, den 2. August zwei der drei Reaktoren abgeschaltet worden, weil ein sicherer Betrieb nicht mehr garantiert werden könne, so eine Erklärung der schwedischen Nuklearbehörde SKI.

Durch einen Ausfall der Stromversorgung war es zum Versagen der Notfallsysteme gekommen. In der Folge war die Kühlung des Reaktorkerns nicht mehr gewährleistet. Lars-Olov Höglund, ein anerkannter schwedischer Experte für die Kernkraftwerkstechnologie und früher verantwortlich für die Reaktorsicherheit in Forsmark, sagte in einem Interview mit der schwedischen Tageszeitung NyaTidning: „Es war reiner Zufall, dass es zu keiner Kernschmelze kam.“ Eine Behauptung, die von Vattenfall zurückgewiesen wurde. Ein Sprecher des Unternehmens sagte: „Die Sicherheitsvorkehrungen haben gegriffen.“ Die Reaktoren in Oskarshamn sind konstruktionsgleich mit denen im KKW Forsmark, die am 25. Juli wegen eines Störfalls abgeschaltet wurden. Sie benutzen die gleichen Notstromaggregate, deren Hersteller das deutsche Unternehmen AEG ist.

Das Werk in Oskarshamn gehört der Oskarshamnsverkets Kraftgrupp AB (OKG), an dem der deutsche Energiekonzern E.ON beteiligt ist. Das Werk in Forsmark wird von dem staatlichen schwedischen Energiekonzern Vattenfall betrieben. Vattenfall betreibt in Schweden sieben Kernkraftwerke. Auch in Deutschland ist der Konzern im Atomgeschäft tätig, ihm gehören die beiden Kernkraftwerke in Brunsbüttel und Krümmel, beide an der Elbe.

In Schweden wurde 1980 der Ausstieg aus der Kernenergie beschlossen. Noch immer kommt aber rund die Hälfte des Stroms aus Kraftwerken, die mit Kernenergie arbeiten.

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Quellen