Wien: Komponist György Ligeti gestorben

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Artikelstatus: Fertig 23:12, 15. Jun. 2006 (CEST)
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Wien (Österreich), 15.06.2006 – György Ligeti ist tot. Der Komponist starb am vergangenen Montagmorgen in der österreichischen Hauptstadt. Ligeti war seit längerer Zeit schwer krank. Er wurde 83 Jahre alt. Der am 28. Mai 1923 in Siebenbürgen geborene Künstler emigrierte 1956 in den Westen und wohnte abwechselnd in Wien und in Hamburg.

Ligeti galt bereits zu Lebzeiten als einer der bedeutendsten Komponisten der Jetztzeit. Er bekam den Titel „Schöpfer der Neuen Musik“. Der österreichische Bundeskanzler Wolfgang Schüssel würdigte Ligeti als „großen Österreicher in der Welt der Musik des 20. Jahrhunderts“. Seine Werke werden von Musikkennern als „Meilensteine in der Musikgeschichte“ bezeichnet. Im Jahr 2005 wurde er für sein Lebenswerk mit dem Frankfurter Musikpreis geehrt. Bereits damals konnte er aus gesundheitlichen Gründen den Preis nicht mehr persönlich in Empfang nehmen. Des Weiteren erhielt er den Polar Music Prize.

Die österreichischen Rundfunksender ORF und Radio Ö1 änderten aus Anlass des Todes ihr Programm.

Sein erstes großes Werk entstand in den 1970er Jahren: „Le Grand Macabre“. Kinofans könnten bereits unbewusst mit Ligeti zu tun gehabt haben. Der Komponist schrieb einige Titel zu Stanley Kubricks Film „2001: Odyssee im Weltraum“. Er selbst war Fan der Beatles.

Beerdigt wird Ligeti in einem Ehrengrab, das die Stadt Wien für ihn bereitstellt.

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Quellen