Verlagsgruppe M. DuMont Schauberg übernimmt „Frankfurter Rundschau“

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Artikelstatus: Fertig 09:20, 20. Jul. 2006 (CEST)
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Das Neven-DuMont-Haus in Köln

Köln (Deutschland), 20.07.2006 – Der Kölner Verlag M. DuMont Schauberg übernimmt die „Frankfurter Rundschau“. Er hat von der Deutschen Druck- und Verlagsgesellschaft (DDVG), einer Medien-Holding der SPD, eine Mehrheit von 50 Prozent plus einer Stimme erworben. Nach Medienberichten wird der Kaufpreis auf über 30 Millionen Euro geschätzt.

M. DuMont Schauberg (MDS) ist der viertgrößte Zeitungsverlag Deutschlands. Nach Angaben des „Kölner Stadt-Anzeigers“, der mit zur Verlagsgruppe gehört, hat MDS mit dem Stadt-Anzeiger und der „Kölnischen Rundschau“ insgesamt eine Auflage von 360.000 Zeitungen; dazu kommen die Boulevardzeitung „Express“ mit 225.000 und die „Mitteldeutsche Zeitung“ mit täglich 275.000 Exemplaren.

Die „Frankfurter Rundschau“ (FR) ist die fünftgrößte überregionale deutsche Tageszeitung mit einer Auflage von rund 160.000 Exemplaren. In den vergangenen Jahren war sie finanziell angeschlagen und reduzierte die Zahl ihrer Mitarbeiter seit dem Jahr 2000 von 1.650 auf 730. Die DDVG übernahm 2004 90 Prozent des Blattes. Ein erneuter Verkauf war seit November 2005 im Gespräch.

An der traditionell linksliberalen Färbung möchte MDS-Verlagsleiter Alfred Neven DuMont nichts ändern. Er und SPD-Schatzmeisterin Inge Wettig-Danielmeier sollen zu einem dreiköpfigen Rat gehören, der zukünftig als Herausgeber der FR auftritt. Bis Ende des Monats soll ein neues Konzept für die Zeitung vorliegen.

Das Bundeskartellamt muss der Übernahme noch zustimmen. DuMont sagte, eine Voranfrage sei positiv beantwortet worden. Er hoffe auf eine Entscheidung bis September.

Quellen