Verdächtiger aus Potsdam wieder aus U-Haft entlassen

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Artikelstatus: Fertig 18:10, 3. Jun. 2006 (CEST)
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Potsdam (Deutschland), 03.06.2006 – Sieben Wochen nach dem mutmaßlich fremdenfeindlichen Überfall auf den Deutsch-Äthiopier Ermyas M. in Potsdam hat das Amtsgericht Potsdam den gegen Björn L. bestehenden Haftbefehl unter Auflagen außer Vollzug gesetzt, da keine Fluchgefahr bestehe. Der Verdächtige wurde zuvor im April schon einmal verhaftet und am 23. Mai wieder entlassen. Da er aber im Gefängnis mit der Tat geprahlt haben soll, wurde er einen Tag später wieder in Untersuchungshaft genommen.

Unterdessen hat der mittlerweile pensionierte Generalbundesanwalt Kay Nehm die Ermittlungen an die Staatsanwaltschaft Potsdam zurückgegeben. Zwischenzeitlich wurde von versuchtem Mord mit fremdenfeindlichen Hintergrund ausgegangen. Veikko Bartel, der Antwalt des Verdächtigen, behauptet, dass dem Übergriff eine Provokation Ermyas und gegenseitige Beschimpfungen vorausgegangen seien. Die Saatsanwaltschaft geht nach Angaben eines Sprechers jedoch davon aus, dass Fremdenfeindlichkeit bei dem Übergriff „zumindest eine Rolle spielte“.

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Quellen