Umstrukturierung führt zu Stellenabbau bei RTL

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Artikelstatus: Fertig 00:17, 24. Sep. 2005 (CEST)
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Köln (Deutschland), 24.09.2005 – In der Sendergruppe um RTL werden am Hauptstandort Köln Stellen abgebaut. Sie sollen 2008, wenn neben RTL auch n-tv, Vox, Super RTL sowie weitere Tochterunternehmen der RTL Group in die alten Messehallen am Rhein umziehen, durch Synergieeffekte eingespart werden. Derzeit arbeiten 2.500 Mitarbeiter für die Sendergruppe.

Die „Süddeutsche Zeitung“ hatte gestern berichtet, 200 feste und 300 freie Mitarbeiter sollen entlassen werden. RTL-Chefin Anke Schäferkordt nannte diese Zahlen „aus der Luft gegriffen“. Sie räumte zwar ein, es könnten Arbeitsplätze verloren gehen, sprach aber bei der Entscheidung von einem ergebnisoffenen Prozess. In einem internen Schreiben an die Mitarbeiter war von einem „vertrauensvollen und offenen Dialog“ die Rede. Der Vorsitzende des Betriebsrats, Stefan Sporn, zeigt sich nicht besorgt und hofft auf eine sachbezogene Umstrukturierung.

Die RTL Group ist der größte Fernsehkonzern Europas. Im ersten Halbjahr hatte er Umsatzeinbußen durch fehlende Werbeeinnahmen erlitten, dabei aber einen höheren Überschuss erwirtschaftet. In Deutschland ging der Umsatz um 3,6 Prozent auf 879 Millionen Euro zurück, der Gewinn vor Steuern um nahezu 20 Prozent auf 114 Millionen Euro. Das deutsche Geschäft macht ein Drittel des Umsatzes aus.

Quellen