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US-Landmaschinenhersteller will „Wasserstoff-Traktor“ bauen

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Veröffentlicht: 23:46, 9. Jan. 2009 (CET)
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Ein Traktor von New Holland

Paris (Frankreich) / Amsterdam (Niederlande), 09.01.2008 – Der niederländische Landmaschinenhersteller „Case New Holland“ (CNH Global) will in Zukunft einen Traktor mit Wasserstoffantrieb in Serie bauen. Bei der Landwirtschaftsausstellung „Sima 2009“, die vom 2. bis zum 26. Februar in Paris stattfindet, präsentiert das weltweit tätige Unternehmen ein einsatzfähiges Konzeptfahrzeug. Der Traktor mit der Bezeichnung „NH²“ hat eine Leistung von 120 PS und wird mit Brennstoffzellen angetrieben, die die Energie für den Elektromotor liefern. Basis des Gefährtes ist das Modell „T6000“. Der Prototyp kann dabei alle Arbeiten ausführen wie das Modell mit Verbrennungsmotor. Bei den Organisatoren der Landwirtschaftsausstellung hatte der Wasserstoff-Traktor bereits im Vorfeld Aufmerksamkeit erregt. Eine Jury verlieh dem Unternehmen unter anderem eine Auszeichnung für eine innovative Neuheit.

An dem Projekt ist auch die FIAT-Gruppe beteiligt. Das Konzept sieht vor, dass die Landwirte ihren Treibstoff selber herstellen, um so unabhängig von externen Energieversorgern zu sein. Der benötigte komprimierte Wasserstoff soll per Elektrolyse oder direkt aus Methan gewonnen werden. Um eine Elektrolyse in Gang zu setzen, wird Strom benötigt, der durch eine Solar- oder Windanlage erzeugt werden soll. Das Methan entsteht bei der Vergärung von Biomasse. „Der NH² ist ein Schlüsselelement im New Holland-Konzept des energieunabhängigen Betriebs“, schreibt die CNH Deutschland GmbH in einer Pressemitteilung vom 19. Dezember 2008. Der Konzern listet in seiner Pressemitteilung auch die Vor- und Nachteile des Wasserstoffeinsatzes auf. Entscheidendes Plus sei die lange Lebensdauer der Brennstoffzellen und nicht vorhandene Umweltprobleme bei der Entsorgung. Als Nachteil bezeichnet CNH die „Distribution und Verfügbarkeit“. Dabei bezieht sie sich offenbar auf den benötigen Wasserstoff.

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Quellen