Tresckows Putschplan gegen Hitler entdeckt

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Artikelstatus: Fertig 09:53, 19. Apr. 2007 (CEST)
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Emblem des KGB

Hamburg (Deutschland), 19.04.2007 – In Archiven des ehemaligen russischen Geheimdienstes KGB wurde von Stauffenberg-Biograf Peter Hoffmann ein detaillierter von Generalmajor Henning von Tresckow stammender Plan für ein Attentat gegen Adolf Hitler gefunden. Der vermutlich von September bis Oktober 1943 entstandene Text schloss auch einen Militärputsch ein.

Aus dem elf Schreibmaschinenseiten langen Dokument geht hervor, dass Militäreinheiten 24 Stunden vor dem Attentat in Ostpreußen eine Übung abhalten sollten. Zehn Minuten, nachdem sie von dem Attentat erfahren hätten, sollten die Truppen Hauptquartiere der Nationalsozialisten besetzen. Der Plan enthielt auch eine Radiomeldung zum Tod Hitlers, die abgespielt werden sollte.

Das geplante Attentat auf Hitler geschah nicht. Tresckow, der auch mit Stauffenberg die Änderung der „Operation Walküre“ durchgeführt hatte, beteiligte sich später am Attentat vom 20. Juli 1944, das jedoch misslang. Am folgenden Tag beging er im polnischen Ostrow Suizid.

Quellen