Thailand soll Flüchtlinge auf dem Ozean ausgesetzt haben

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Veröffentlicht: 07:09, 18. Jan. 2009 (CET)
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Bangkok (Thailand), 18.01.2009 – Möglicherweise haben thailändische Behörden Flüchtlinge auf dem offenen Ozean ausgesetzt. So lautet zumindest der Vorwurf der Menschenrechtsorganisation „Refugees International“ und von illegalen Einwanderern. Dabei soll es sich um hunderte Menschen aus Myanmar (vom Volk der Rohingya) und Bangladesch gehandelt haben, die von thailändischen Millitärangehörigen gefesselt auf ein Boot gebracht wurden. Gefunden wurden sie schließlich von den Seestreitkräften Indiens und Indonesiens nahe der Andamanen-Inseln im Indischen Ozean und an der Küste der indonesischen Insel Sumatra. Immer noch gelten 300 Menschen als vermisst.

Die thailändischen Behörden betrachten die Menschen als illegale Einwanderer und sind der Definition nach staatenlos. Die Vorwürfe der Menschenrechtsorganisation bestreitet die Regierung, obwohl auch Fotos von Touristen die Taten zu untermauern scheinen. Der authentischste Bericht kommt von den Betroffenen selber. Nach eigenen Angaben seien sie an den Händen zusammengebunden und ohne Nahrung auf einem Boot aufs Meer hinaus gezogen worden. Das thailändische Außenministerium hat eine Untersuchung der Vorfälle angekündigt.

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Quellen