Steht die Formel 1 vor einer technischen Revolution?

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Artikelstatus: Fertig 10:29, 25. Okt. 2005 (CEST)
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London (Großbritannien), 24.10.2005 – Beim heutigen Treffen der Formel-1-Kommission geht es neben der Einführung eines neuen Qualifikationsmodus und der Frage, ob es 2006 wieder reguläre Reifenwechsel während des Rennens geben wird, vor allem um das technische Reglement für die Saison 2007. FIA-Präsident Max Mosley hat gemeinsam mit AMD zahlreiche Computersimulationen durchgeführt. Ziel war es, dafür zu sorgen, dass das Überholen in der Königsklasse wieder erleichtert wird, um die Attraktivität des Sports für die Zuschauer zu erhöhen. Das Hauptproblem ist derzeit, dass es beim Einfahren in den Windschatten eines Autos zu erhöhten Luftverwirbelungen, so genannter „Dirty Air“ kommt, die vom Heckspoiler der vorausfahrenden Boliden herrührt.

Das Ergebnis dieser Studien ist für die Verhältnisse der Formel 1 revolutionär. Der bisherige, seit 1968 übliche, Heckspoiler soll 2006 seine Abschiedsvorstellung geben. Stattdessen soll es ab 2007 zwei kleine Heckspoiler oberhalb der Hinterreifen geben. Dadurch würden zwar wesentlich weniger Luftverwirbelungen generiert werden, aber es würde auch an aerodynamischem Grip fehlen. Das soll durch wesentlich breitere, profillose Reifen, so genannte „Slicks“, kompensiert werden. Die Formel-1-Boliden fuhren letztmals 1997 auf Slicks.

Das System hat bereits einen Namen: „Centreline Downwash Generating Wing“, kurz CDG. Mosley zeigte sich begeistert: „Mit der Einführung des CDG-Flügels können wir den Fans genau das geben, was sie sich gewünscht haben - Rad-an-Rad-Kämpfe und viel mehr Überholmanöver!“ Zusätzlich würde der Diffuser, der innerhalb des bisherigen Heckspoilers hauptsächlich für Dirty Air verantwortlich war, im CDG gar nicht mehr vorhanden sein. Ob das neue Reglement kommen wird, ist derzeit noch nicht abzusehen. Aus vertragstechnischen Gründen müsste diese Regeländerung von allen zehn Teamchefs einstimmig beschlossen werden.

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