Schweizerhaus Wien: Es war Brandstiftung

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Wien (Österreich), 16.06.2005 – Fünf Tage nach dem Brand im Gasthaus „Schweizerhaus“ im Wiener Prater gab die Polizei heute erste Ermittlungsergebnisse bekannt. Nach diesen Angaben wurde der Brand vorsätzlich gelegt.

Brandermittler Armin Ortner von der Kriminaldirektion 1 (KD1) erklärte: „Es muss davon ausgegangen werden, dass der Brand vorsätzlich herbeigeführt wurde ...“

Ein bisher noch unbekannter Täter hat wahrscheinlich an drei voneinander unabhängigen Stellen im vorderen Lokaldrittel bei der Schank ein Feuer entfacht. Fahrlässigkeit durch eine glühende Zigarette oder brennende Kerze sei laut Ortner auszuschließen. Auch ein technischer Defekt käme nicht in Frage.

Nach Recherchen der Kriminalisten hatte sich der mutmaßliche Täter vor der Sperrstunde im Haus einschließen lassen und den Brand kurz nach Mitternacht gelegt. Die Geschäftsführerin, die sich in ihrer Wohnung im Gebäude befand, roch das Feuer und alarmierte umgehend die Feuerwehr.

Noch keinen Hinweis haben die Behörden auf das Motiv die Brandstiftung. Einen Versicherungsbetrug schloss Ortner aus, da der Besitzer des Lokals, die alteingesessene Brauereifamilie Karl Kolarik, keine wirtschaftlichen Probleme habe.

Nachdem vor dem Brand auch keine Drohungen eingegangen waren, gehen die Ermittler von einem publicitysüchtigen Pyromanen aus, der das Feuer gelegt haben könnte.

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Quellen