Saab von chinesischen Firmen für 100 Millionen Euro aufgekauft

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Veröffentlicht: 13:51, 29. Okt. 2011 (CEST)
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Der sogenannte Ursaab von 1947 im Stammwerk Trollhättan

Vänersborg (Schweden), 29.10.2011 – Bis Freitag, den 28.Oktober, stand der schwedische Autobauer Saab kurz vor der Pleite. Jetzt sollen 100 Millionen Euro aus China die Rettung bringen. Die chinesischen Unternehmen Youngman und Pang Da wollen Saab zu diesem Preis zu 100 Prozent übernehmen. Das kündigten sie an, kurz bevor das Gericht über den Wegfall des Gläubigerschutzes entschieden hätte.

Guy Lofalk ist der zuständige Zwangsverwalter für das Unternehmen Saab. Er bestätigte in einem Brief an das zuständige Gericht in Vänersborg die Übernahme und zog seinen Antrag auf Abbruch des Sanierungsverfahrens zurück. Bereits im Sommer hatten die Unternehmer aus China den Einstieg bei Saab ausgehandelt. Damals wollten sie einen Teil des Unternehmens übernehmen und dieses mit einer Soforthilfe von 70 Millionen Euro stützen, zudem hatten sie angekündigt, langfristig 245 Millionen Euro zu investieren. Das zugesagte Geld kam so langsam, dass bald keine Löhne mehr für die Angestellten und Arbeiter von Saab bezahlt werden konnten. Schon seit April stand die Produktion im Hauptwerk Trollhättan wegen der katastrophalen Finanzausstattung still.

Die 3.500 Beschäftigten haben wieder Hoffnung, den Arbeitsplatz behalten zu können und regelmäßig Löhne und Gehälter pünktlich auf dem Konto vorzufinden. Eine Aussage der Käufer, wie es weitergehen soll, steht noch aus.


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Quellen[Bearbeiten]