Russischer Militärjet von Flugzeugträger abgerutscht

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Murmansk (Russland), 15.09.2005 – Am Montag, den 5. September, um 16:27 Uhr Moskauer Ortszeit ist nach Angaben der russischen Seestreitkräfte in der Nähe der Nordatlantikküste eine russische Militärmaschine des Typs Su-33 ins Meer gestürzt. Die Maschine mit der Bordnummer 82 gehörte der Nordflotte der russischen Marine, deren Standort nördlich des Polarkreises in der Hafenstadt Murmansk ist. Die Su-33 befand sich an Bord des russischen Flugzeugträgers „Admiral Kusnezow“, als sie während der Fahrt des Flugzeugträgers vom Landedeck abrutschte.

Der Pilot, ein Oberstleutnant der Marine, heißt Juri Kornejew. Während des Absturzes vom Flugzeugträger katapultierte er sich aus der Maschine heraus, die Su-33 stürzte ins Meer und ging unter. Bereits nach fünf Minuten konnte Kornejew von Rettungskräften von der Meeresoberfläche gerettet und an Bord genommen werden.

Nach Angaben des Pressedienstes der Behörde war die Maschine nicht mit Munition oder Waffen bestückt. Der Zustand des Piloten wurde den Umständen entsprechend als normal angegeben, er sei gesund. Die Su-33 wurde nicht vom Grund des Meeres gehoben.

Vizeadmiral Wladimir Dobroskotschenko, erster Stellvertreter des Befehlshabers der Nordflotte, erklärte nach der Rückkehr des Flugzeugträgers nach Murmansk auf der russischen Halbinsel Kola, es hätte keinen Sinn gehabt, die Maschine zu bergen. Als Begründung gab er an, an Bord hätten sich keine geheimen Apparaturen befunden. Das Flugzeug liegt nun in 1.100 Meter Tiefe auf dem Meeresgrund und stellt laut Dobroskotschenko nur noch einen „Haufen Metall“ dar. Die in dem Flugzeug installierten Erkennungsgeräte würden nach Angaben des Generals beim Herauskatapultieren des Piloten automatisch von selbst zerstört.

Als Ursache für den Absturz vom Landedeck des Flugzeugträgers nannte Dobroskotschenko einen Bruch der Bremstrosse einer Bremsmaschine. Mittlerweile befindet sich an Bord der „Admiral Kusnezow“ eine Kommission des Verteidigungsministeriums. Sie soll die Details klären, die zum Absturz des Jets geführt hatten.

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Quellen