RAF-Ausstellung in Berlin wird eröffnet

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Berlin (Deutschland), 29.01.2005 – Am Sonntag, dem 30.01.2005, wird sieben Jahre nach der Selbstauflösung der RAF in Berlin die umstrittene RAF-Ausstellung eröffnet. Ursprünglich sollte sie unter dem Titel „Mythos RAF“ laufen. Nach heftigen Protesten wurde der Name geändert in „Zur Vorstellung des Terrors: Die RAF Ausstellung“. Auch der Termin wurde verschoben, denn sie sollte bereits 2004 eröffnet werden.

In der Ausstellung geht es nicht um die Verherrlichung des RAF-Terrorismus, sondern es werden ausschließlich Kunstwerke von etwa 50 Künstlern zu sehen sein. Es sind Fotos, Bilder, Presse- und TV-Dokumente, die die Geschehnisse der RAF-Zeiten darstellen. Die Künstler haben sich seit 1972 mit der RAF-Geschichte, den Tätern und Opfern, beschäftigt und diese in Kunstwerken festgehalten.

Auch die Finanzierung der Ausstellung war umstritten. Ursprünglich sollte die Ausstellung aus dem Berliner Hauptstadtkulturfonds finanziert werden. Nach starken Protesten verschiedener Seiten hatten die ausrichtenden „Kunst-Werke“ ihren Förderantrag jedoch zurückgezogen. Letztendlich wurde die Austellung durch eine Internetauktion finanziert. Der frühere Bundesinnenminister Gerhart Baum (FDP) ist Schirmherr dieser Auktion.

Angriffe gegen die Ausstellung hat Baum in diversen Interviews verteidigt. Er sagte im Rundfunk, die Frage, wie ein Rechtsstaat auf terroristische Herausforderungen reagiere, sei mehr als aktuell.

In Berlin ist die Ausstellung bis zum 16. Mai 2005 in den so genannten „Kunst-Werken“ zu sehen. Danach siedelt sie in die Neue Galerie am Landesmuseum Joanneum in Graz um.

Quellen