Posthume Ehrungen für am S-Bahnhof Solln getöteten Unternehmer

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Veröffentlicht: 12:15, 18. Sep. 2009 (CEST)
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München / Berlin (Deutschland), 18.09.2009 – Der von zwei 17 und 18 Jahre alten Jugendlichen getötete Unternehmer Dominik Brunner erhält posthum Auszeichnungen für seine Zivilcourage.

Brunner hatte am 12. September am Münchener S-Bahnhof Solln zunächst vier 13 bis 15 Jahre alte Jugendliche beschützt, die von den Tätern bedroht wurden, wobei er auch die Polizei verständigte. Der Unternehmer bemühte sich um die Deeskalation der Situation und bot den vier Bedrohten an, mit ihnen auszusteigen. Dabei wurde er von den 17 und 18 Jahre alten Tätern verfolgt, die ihn mit äußerster Brutalität zusammenschlugen und auf ihn eintraten. Wenige Stunden später erlag Brunner den Verletzungen. Die Täter wurden später unter Mordverdacht festgenommen.

Nach Angaben des bayerischen Ministerpräsidenten Horst Seehofer soll dem 50-jährigen Geschäftsmann posthum der Bayerische Verdienstorden verliehen werden.

Brunner wurde wegen seines vorbildlichen Verhaltens am Mittwoch mit dem XY-Ehrenpreis der Fahndungssendung „Aktenzeichen XY… ungelöst“ ausgezeichnet. Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble würdigte dabei das vorbildliche Verhalten Brunners. Dabei stellte er auch die Frage, „ob die Passanten, die es offenbar auf dem S-Bahnhof gegeben hat, nicht vielleicht in sich gehen und denken; hätten sie sich so verhalten wie er, könnte Dominik Brunner noch leben“.

Bundespräsident Horst Köhler überprüft nach Angaben der Bildzeitung derzeit, Dominik Brunner posthum den Bundesverdienstorden für Bürgersinn und Zivilcourage zu verleihen.

Quellen