Niedersachsen: Zwei Legehennenbetriebe wegen PCB-Belastung gesperrt

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Veröffentlicht: 23:50, 13. Apr. 2012 (CEST)
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Hannover (Deutschland), 13.04.2012 – Wie das niedersächsische Ministerium für Landwirtschaft und Verbraucherschutz am Donnerstag mitteilte, sind zwei Legehennenbetriebe in Niedersachsen gesperrt worden, weil in Eiern erhöhte Werte des giftigen, dioxinähnlichen dl-PCB festgestellt worden sind. Um welche Betriebe es sich handelt, wurde nicht mitgeteilt. Laut einer Mitteilung des Ministeriums vom Freitag befinden sich die Betriebe im niedersächsischen Landkreis Aurich. Bei den betroffenen Produkten handelt es sich um Eier aus Freilandhaltung. Der Gehalt an Dioxinen und dl-PCB liegt nach Angaben des Ministeriums knapp doppelt so hoch wie der zulässige Höchstwert von 5,0 pg/g Fett. Rund 100.000 belastete Eier sollen noch vor der Schließung des Betriebens an einen Großhändler in Nordrhein-Westfalen geliefert worden sein. Die dortigen Behörden wurden über den Vorgang informiert. Dioxine gelten als krebserregend.

Unklar ist, wie viele der belasteten Eier noch im Handel sind. Die Verbraucher wurden aufgefordert, belastete Eier in die Geschäfte zurückzubringen oder zu vernichten. Das Ministerium teilte die Erzeugercodes der betroffenen Chargen mit: 1-DE-0354451, 1-DE-0354452, 1-DE-0354453, 1-DE-0352691.

Wie das Ministerium weiter miteilte, bestehe keine akute Gesundheitsgefahr durch den Verzehr der Eier. In den vergangenen Wochen waren in Nordrhein-Westfalen ebenfalls dioxinbelastete Eier in den Handel gelangt. Dabei soll es sich um Bio-Eier gehandelt haben. Die Eier stammten aus einem Großbetrieb im Kreis Minden-Lübbecke und zwei Direktvermarktern in Duisburg. Wie das Gift in die Eier gelangt ist, konnte bisher noch nicht geklärt werden. Zwischen den neuen Dioxinfunden in Hühnereiern in Niedersachsen und den Funden in Nordrhein-Westfalen besteht nach bisherigen Kenntnissen kein Zusammenhang.

Wie das niedersächsische Ministerium für Landwirtschaft und Verbraucherschutz mitteilte, wurden am Freitag auf Veranlassung des Ministeriums weitere niedersächsische Legehennenbetriebe mit konventioneller Freilandhaltung auf PCB-Rückstände in den Eiern untersucht. Weitere Untersuchungen fanden auch in den beiden gestern gesperrten Betrieben statt.


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