Mindestens acht Tote bei Erdbeben auf den Philippinen

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Veröffentlicht: 23:33, 28. Jul. 2019 (CEST)
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Die Kirche von Itbayat wurde bei dem Erdbeben beschädigt.

Itbayat / Manila (Philippinen), 28.07.2019 – Durch die Auswirkungen eines Erdbebens mit der Momenten-Magnitude 5,4 MW kamen auf den in der Luzonstraße gelegenen Bataninseln acht Menschen ums Leben. Das Epizentrum des Bebens lag rund 700 km nördlich von Manila bei der Insel Itbayat in der Provinz Batanes. Der Erdstoß um 4:16 Uhr Ortszeit (22:16 Uhr MESZ) war allerdings nur das Vorbeben zu einem stärkeren Erdbeben mit der Momenten-Magnitude 6,0 MW drei Stunden später. Seitdem ereigneten sich mehrere Nachbeben zwischen 4,5 und 5,1 MW.

Viele Bewohner wurden im Schlaf überrascht. Zahlreiche Wohnhäuser und andere Gebäude wurden beschädigt oder zerstört. Nach Angaben des Direktors des Katastrophenschutzes, Richardo Jalad, wurden rund 60 Bewohner der betroffenen Gebiete verletzt. Rund 3000 Bewohner von Itbayat wurden aus Sicherheitsgründen auf einem öffentlichen Platz versammelt.

Itbayats Bürgermeister Raul de Sagon sagte: „Wir erleben immer Taifune, also sind die Häuser hier so gemacht, dass sie starken Winden trotzen, aber wir waren nicht auf solche Erdbeben vorbereitet.“ Weil die Inseln jedes Jahr in der Zugbahn von tropischen Wirbelstürmen liegen, sind die Häuser aus soliden Steinen gebaut, hielten allerdings den Erdstößen nicht stand.

Die Philippinen liegen auf dem Pazifischen Feuerring, weswegen Vulkanausbrüche und Erdbeben in dem Inselstaat häufig sind, zuletzt ein Erdbeben am 12. Juli in Surigao del Sur. Das letzte schwere Erdbeben im Oktober 2013 hatte die Momenten-Magnitude 7,1 MW. Durch seine Auswirkungen wurden mehr als 220 Personen getötet.


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