Leben im Gutshaus

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München (Deutschland), 10.03.2005 – Die ARD hat ihre Reality-Soap „Abenteuer 1900 - Leben im Gutshaus“ gestartet. 20 Menschen leben streng nach historischer Vorschrift und preussischer Ordnung von 1900 getrennt nach Herr- und Knechtschaft für acht Wochen in einem alten Gutshaus in Mecklenburg-Vorpommern.

Die History-Soap ist jedoch nicht mit anderen Formaten wie etwa das Flop-Format „Die Burg“ von Pro7 zu vergleichen. Im Gutshaus entstehen Konflikte nicht durch erdachte Psychospielchen, sondern durch selbst entwickelnde Konflikte mit einer heutigen Vorstellung von Leben und Selbstverwirklichung und der doch durch moralische Strenge und preussischen Sitten recht eingegrenzten Lebensweise um 1900.

Die Herren über die Knechte sind die Familie nebst Hauslehrer und Gouvernante, das Sagen bei der Knechtschaft hat die Mamsell - für die Rolle der befehligenden Mamsell hat sich im Übrigen Star-Köchin Sarah Wiener zur Verfügung gestellt.

Während angebliche Prominente in anderen Spiel-Formaten bereits weinen, weil der Zimmergenosse zu harsche Worte sagt oder es nur „Geschmackloses“ zu essen gibt, wird im Gutshaus gerne mal zum Taschentuch gegriffen, wenn die Arbeit zu hart wird und einem Stubenmädchen bewusst wird, welche Aussichten sie hat, wenn sie zwölf Stunden am Tag auf den Knien mit einer Bürste verbringt und andauernd von Mamsell Wiener kritisiert und neu angewiesen wird. Getauscht wird nicht - die Stellung ist von Geburt aus vorgegeben, ausbrechen kann man nicht.

Quellen