Krankenkassen: City-BKK meldet Insolvenz an

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Veröffentlicht: 23:29, 16. Jun. 2010 (CEST)
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Berlin (Deutschland), 16.06.2010 – Die 1994 aus der Verschmelzung von BKK Berlin und BKK Hamburg und den später aufgenommenen Mitgliedern entstandene City BKK ist erstes Opfer des Gesundheitsfonds 2007. Das Gesundheitsministerium bestätigte am vergangenen Samstagabend, dass die City BKK gemeinsam mit einer weiteren Kasse beim Bundesversicherungsamt eine drohende Insolvenz gemeldet habe. Zu einer solchen Selbstanzeige seien Krankenversicherungen verpflichtet, da sonst eine Insolvenzverschleppung droht, teilte der Bundesverband der Betriebskrankenkassen mit. Die Behörden hätten drei Monate Zeit, über den weiteren Fortbestand der Kasse zu entscheiden.…

Die Chancen die Kasse zu erhalten stehen nach Ansicht des Amtes und des zuständigen Bundesgesundheitsministeriums nicht gut. Sie habe seit 2009 laut Spiegel Online rund 50 Millionen Euro Schulden angehäuft, wofür zunächst die etwa hundert weiteren Betriebskrankenkassen in Deutschland gemeinsam aufkommen müssen. Können sie die Finanzierung alleine nicht sicherstellen, werden alle übrigen gesetzlichen Kassen über den Versicherungspool, in den sie Beiträge einzahlen, zum Schuldenausgleich verdonnert.

Ob die Kasse aufgegeben wird, entscheidet sich bis Mitte Juli. Dies würde die Akzeptanz des 2009 eingeführten sogenannten Gesundheitsfonds gehörig erschüttern; sollte er doch die gesetzlichen Krankenkassen angesichts der rapide steigenden Gesundheitskosten vor Zahlungsunfähigkeit bewahren – nun aber tritt erstmals seit seiner Gründung das glatte Gegenteil ein.

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Quellen