Korruption bei Ölkonzern in Venezuela

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Veröffentlicht: 21:38, 20. Dez. 2017 (CET)
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Caracas (Venezuela), 20.12.2017 – Der staatliche Ölkonzern in Venezuela (PDVSA) ist die größte Erdölgesellschaft in Südamerika, sie hat große Bedeutung für die Wirtschaft des Landes. Laut der spanischen Tageszeitung "El País" erschüttert ein Skandal das Unternehmen. Mehrere ehemalige Minister der Regierung Hugo Chavez sollen Bonuszahlungen für die Vergabe von Aufträgen an ausländischen Öl-Unternehmen erhalten und diese dann in den Kleinstaat Andorra transferiert haben. Besonders pikant dabei, bei zwei der Verdächtigten, Nervis Villalobos und Javier Alvarado, handelt es sich um enge Vertraute Hugo Chavezs. Es sollen Familienangehörige ranghoher Unternehmer und Politiker Empfänger der außergewöhnlich großen Geldflüsse gewesen sein.

Bereits seit einiger Zeit gibt es in Venezuela Untersuchungen und Verhaftungen im Umfeld der PDVSA. Ende November 2017 wurde Nelson Martínez, ehemals Minister für Öl und Bergbau, sowie zuletzt auch Präsident der PDVSA, verhaftet. General Manuel Quevedo wurde als Nachfolger zum Präsidenten der PDVSA ernannt. Sein Auftrag lautete, den Konzern "aufzuräumen". Insgesamt wird gegen rund 50 Personen ermittelt. Staatspräsident Maduro sprach in diesem Zusammenhang auch von einer "Ölrevolution".


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Quellen[Bearbeiten]