Zum Inhalt springen

Indien: Polizei stoppt Eltern beim Versuch, Säugling lebendig zu begraben

aus Wikinews, einem freien Wiki für Nachrichten
Veröffentlicht: 06:23, 14. Mai 2012 (CEST)
Bitte keine inhaltlichen Veränderungen vornehmen.
Kinder auf dem Weg zur Schule in einer Rikscha

Pilakhuwa (Indien), 14.05.2012 – Am Donnerstag berichtete der indische Nachrichtensender NDTV von einem Ehepaar aus dem Ort Pilakhuwa, das seine 45 Tage alte Tochter lebendig begraben wollte. Das Baby wurde gerettet, die Eltern sind wegen des Verdachts, sich wegen versuchten Mordes schuldig gemacht zu haben, festgenommen worden.

Die Mutter hatte sich an einen Guru gewandt, weil eines ihrer Kinder zuvor gestorben war. Der hatte ihr den Rat gegeben, die kleine Tochter lebendig zu begraben, dann würden ihre anderen Kinder gesund bleiben. Als sie auf einem Friedhof zur Tat schritten, hörte ein Friedhofswärter den Säugling schreien und verständigte die Polizei. Diese nahm die Eltern fest. Der Guru wurde bislang nicht gefunden.

Mädchen leiden in Indien unter Diskriminierung. Ein Sprichwort besagt dort: „Ein Mädchen großzuziehen ist, wie den Garten des Nachbarn zu bewässern“. Bei Hochzeiten müssen die Eltern der Braut eine hohe Mitgift an die Familie des Bräutigams zahlen. Dies ist ein Grund für die hohe Zahl an Abtreibungen weiblicher Föten in Indien.

Themenverwandte Artikel

[Bearbeiten]



Quellen

[Bearbeiten]