In Japan vermisster Fischtrawler vor der kanadischen Küste gesichtet

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Veröffentlicht: 12:08, 25. Mär. 2012 (CEST)
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Japan nach dem Tsunami 2011

British Columbia (Kanada), 25.03.2012 – Der 45 Meter lange Fischkutter wird seit dem Tsunami in Japan vom 11. März 2011 vermisst. Ohne Besatzung dürfte er die 8.000 Kilometer durch den Pazifik getrieben worden sein. Etwa 220 Kilometer vor der Küste der Provinz British Columbia wurde das Schiff nun von Aufklärern der kanadischen Marine in einem riesigen Müllteppich entdeckt.

In etwas mehr als zwölf Monaten hat das Schiff den größten Ozean der Erde mit einer Geschwindigkeit von einem Kilometer in der Stunde überquert. Der Zustand des Schiffs ist schlecht, trotzdem liegt es noch gut im Wasser. Der Rumpf muss dicht gehalten haben. Interesse an dem Schiff hat niemand mehr. Eine Bergung ist kostspielig und übersteigt den Schrottwert bei weitem. Vermutlich wird es weiter als Geisterschiff unterwegs sein, bis es irgendwo aufläuft oder angespült wird oder geborgen werden muss, wenn es die Schifffahrt gefährdet.

Ein riesiger Trümmerteppich, in der Größe von Deutschland und Dänemark zusammen, treibt vor der Küste Kanadas, einzelne Teile wurden bereits angeschwemmt. Nichts davon ist so groß wie der jetzt gesichtete Fischtrawler. 18 Millionen Tonnen Schrott, wie Kühlschränke, Bojen, Hausrat und ein weiteres kleines Fischerboot auf dem der Heimathafen „Fukushima“ zu lesen ist.


Bild des Geiterschiffs

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