Hauptversammlung der aleo solar AG bestätigt Konsolidierung

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Veröffentlicht: 10:40, 21. Jun. 2012 (CEST)
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Bremen (Deutschland), 21.06.2012 – Gestern Vormittag wurde in Bremen auf der ordentlichen Hauptversammlung des Photovoltaikkonzerns aleo solar AG der Konsolidierungskurs des Vorstands bestätigt. Verglichen mit anderen Unternehmen der Branche hat sich das Unternehmen mit Hauptsitz in Prenzlau trotz Preisverfalls bei den Photovoltaikmodulen und Insolvenz des Lieferanten Q-Cells am Markt behaupten können.

Der Börsenkurs zeigt seit November 2011 langfristig eine Erholung. Als Sparmaßnahme wurde die Schließung eines Werks in Spanien mit rund 90 Mitarbeitern angekündigt. Eine Produktionsstätte in China mit 90 Megawatt Jahreskapazität soll im Hinblick auf eine mögliche Öffnung des dortigen Marktes erhalten bleiben.[1]

Als brisante Einzelheit stellten sich Zahlungen in Höhe von insgesamt 23 Millionen Euro an die Firma Q-Cells heraus, die im Laufe des Jahres 2011 infolge vertraglicher Verpflichtungen erfolgt waren. Dies macht einen erheblichen Teil des Verlustes im Vorjahr aus, der auf 32 Millionen Euro beziffert wird. Im Vergleich dazu belief sich der Gewinn des Jahres 2010, welches als das erfolgreichste Jahr in der Firmengeschichte bezeichnet wird, auf 43 Millionen Euro. Der ehemalige Lieferant Q-Cells hat am 3. April 2012 die Eröffnung des Insolvenzverfahrens beantragt.

Der Vorstand der aleo solar AG wurde von drei auf zwei Personen verkleinert. Für ein Aufsichtsratsmitglied, das vom Hauptaktionär Bosch entsandt war und in den Ruhestand gegangen ist, wurde ein Nachfolger berufen. Der Boschkonzern ist seit 2009 Hauptaktionär und hält rund 90 Prozent der Aktien. Seit dieser Zeit stieg der Kurs von aleo solar von unter 5 auf über 26 Euro bis zum Jahr 2011 an.

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Quellen[Bearbeiten]

Originäre Berichterstattung
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Einzelnachweis[Bearbeiten]

  1. Mündliche Auskunft des Vorstandes auf Fragen von Aktionärsvertretern