Hannover: Opfer eines Giftspritzenanschlags nach Monaten verstorben

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Veröffentlicht: 22:56, 11. Mai 2012 (CEST)
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Flüssiges, reines Quecksilber

Hannover (Deutschland), 11.05.2012 – Am Mittwoch verstarb in Hannover ein 40-jähriger IT-Fachmann an den Folgen eines heimtückischen Giftspritzenanschlags. Die Staatsanwaltschaft hat am Freitag die Obduktion des Leichnams angeordnet.

Am 5. Juli 2011 war das Opfer im hannoverischen Stadtteil Calenberger Neustadt spazieren gegangen. Ein 45-jähriger schlanker Mann mit dunkler Baseballkappe, schwarzer Kunstlederjacke und einem auffälligen Pflaster im Gesicht stach mit einem Regenschirm nach dem Gesäß des jetzt Verstorbenen. An der Spitze des Schirms war eine Spritze angebracht die mit Quecksilber aufgezogen war. Das Opfer verspürte einen Stich und einen brennenden Schmerz, bei einer Verfolgung konnte der Täter vom IT-Fachmann nicht festgehalten werden. Es gelang ihm allerdings das Tatwerkzeug an sich zu bringen.

Erst Wochen später begannen Organe des Opfers zu versagen. Die Benutzung von Quecksilber bei der Attacke wurde erst Anfang 2012 festgestellt. Nach dem Organversagen war der Mann in ein Krankenhaus eingeliefert worden und verstarb jetzt an der Vergiftung. Ermittlungen wegen Körperverletzung mit Todesfolge sind eingeleitet. Seit September 2011 werden die Ermittlungen zu dem Fall von mehreren Beamten des Zentralen Kriminaldienstes von Hannover geführt. Ein Motiv ist nicht bekannt geworden, möglicherweise war der 40-Jährige ein Zufallsopfer.


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