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Hamburg: Betreiberwechsel in der Luftrettung

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Artikelstatus: Fertig 18:15, 15. Jan. 2006 (CET)
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Hamburg (Deutschland), 15.01.2006 – Der seit 1973 in Hamburg im Rettungsdienst eingesetzte Bundeswehr-Hubschrauber „SAR 71“ stellt zum 19.01.2006 seinen Betrieb ein. Abgelöst wird der Rettungshubschrauber des Baumusters Bell UH-1D, der durch die ZDF-Vorabendserie „Die Rettungsflieger“ deutschlandweit bekannt wurde, durch einen Hubschrauber der Bundespolizei (BPol) vom Typ Bell 212.

SAR 71, hier der für das ZDF nachgestellte Stützpunkt mit der "TV-Maschine"

Grund für die Umstellung ist der Rückzug der Luftwaffe aus dem zivilen Luftrettungsdienst. Die Bundeswehr stellt jedoch weiterhin für den Hamburger Rettungshubschrauber, der ab dem 20.01.2006 „Christoph 29“ heißen wird, den Stützpunkt am Bundeswehrkrankenhaus sowie das sanitätsdienstliche Personal zur Verfügung. Die Alarmierung erfolgt weiter hauptsächlich über die Einsatzzentrale der Feuerwehr Hamburg. Feierlichkeiten anlässlich des Wechsels seien nicht vorgesehen, heißt es.

Die Luftwaffe hatte im Zuge der Entstehung der zivilen Luftrettung als Teil des westdeutschen Rettungsdienstes aufgrund vorhandener Kapazitäten ab 1971 mehrere Standorte des militärischen „Such- und Rettungsdienstes“ (SAR) mit Hubschraubern und rettungsdienstlichem Personal zur Verfügung gestellt. Nach der Wiedervereinigung erfolgte dies auch in den neuen Bundesländern, bevor sich die Bundeswehr dann ab Ende der 1990er Jahre schrittweise wieder zugunsten ziviler Betreiber zurückzog. Ab 2010 werden die sehr zuverlässigen, aber hochbetagten Hubschrauber vom Typ Bell UH-1D nicht mehr den verschärften EU-Sicherheitsvorschriften „JAR-OPS 3“ für die Luftrettung genügen. Das Bundeswehr-Nachfolgemodell NH 90 wird jedoch zu groß sein für den Einsatz im Rettungsdienst.

Quellen