Frauen-Fußball-WM: Frankreich und England erreichen Viertelfinale

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Veröffentlicht: Matthiasb (Diskussion) 01:00, 25. Jun. 2019 (CEST)
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Valenciennes / Le Havre (Frankreich), 25.06.2019 – Auch in den beiden Achtelfinalspielen vom Sonntag haben sich die europäischen Mannschaften durchgesetzt. In Valenciennes gewann das englische Team gegen Kamerun mit 3:0. In Le Havre musste WM-Gastgeber Frankreich vor 23.965 Zuschauern beim 2:1 gegen Brasilien in die Verlängerung. England trifft im Viertelfinale am 26. Juni auf die Norwegerinnen, die sich am Samstagabend im Elfmeterschießen gegen Australien durchsetzen konnten. Frankreich trifft im Viertelfinale am 27. Juni auf die Vereinigten Staaten.

England – Kamerun
3:0

Die Engländerinnen gingen nach einer Viertelstunde in Führung. Weil Kameruns Torfrau Annette Ngo Ndom den Ball nach einem Rückpass den Ball unbedrängt mit der Hand aufnahm, gab Schiedsrichterin Qin Liang aus China indirekten Freistoß. Die englische Spielführerin Steph Houghton zirkelte den Ball an der kamerunischen Abwehrmauer auf der Torlinie vorbei ins Netz.

Die nächste halbe Stunde verlief das Spiel ohne Höhepunkte. Es lief schon die vierte Minute der Nachspielzeit, als Ellen White nach Vorlage von Lucy Bronze ihr viertes Turniertor erzielte, doch die Linienrichterin signalisierte Abseits. Der Videoschiedsrichter Bastian Dankert zweifelte an der Entscheidung, sodass nach Studium der Videoaufzeichnung das Tor gewertet wurde. Das brachte die Kamerunerinnen in Rage. Sie verweigerten den Wiederanstoß und diskutierten mit der chinesischen Schiedsrichterin, die allerdings bei der Entscheidung blieb. Schließlich konnte Aboudi Onguéné, die Kapitänin Kameruns, ihre Mitspielerinnen zum Weiterspielen bringen.

Nach der Pause ging es ähnlich weiter. Njoya Ajara Nchout traf in der 48. Minute ins englische Tor, doch lag eine Abseitsstellung vor. Die verhinderte Torschützin brach in Tränen aus, doch blieb es beim 2:0. In der 53. Minute wurde Alexandra Takounda eingewechselt und hatte nach wenigen Sekunden im Spiel den Anschlusstreffer auf dem Fuß, scheiterte jedoch vor Karen Bardsley. Zwar drängten die Kamerunerinnen in dieser Phase auf das englische Tor, aber nach einem Eckstoß verwandelte die englische Verteidigerin Alex Greenwood zum Endstand von 3:0. In der 78. Minute verzichtete Qin nach dem Studium der Videoaufzeichnung auf einen Foolelfmeter für England.

Frankreich – Brasilien
2:1 (1:1, 0:0)

In der ersten Hälfte gab es wenig nennenswerte Aktionen. Ein Ausnahme war etwa in der Mitte der ersten Halbzeit ein Tortreffer von Valérie Gauvin, die dabei allerdings mit der brasilianischen Torfrau Bárbara kollidiert war. Schiedsrichterin Marie-Soleil Beaudoin aus Kanada hatte das Tor zunächst gegeben, studierte dann jedoch etwa fünf Minuten lang die Videoaufzeichnung und nahm ihre vorherige Entscheidung wegen Behinderung der Torfrau zurück. Pfiffe im Stade Océane waren die Folge.

Nach dem Wiederanstoß dauerte es bis zur 52. Minute, dass Gavin schließlich doch das 1:0 erzielte. Kadidiatou Diani hatte sich gegen Tamires durchgesetzt und passte zur im Fünfmeterraum wartenden Gauvin. Die Brasilianerinnen waren jedoch noch nicht besiegt. Cristianes Kopfball wehrte die französische Torhüterin Sarah Bouhaddi gegen die Latte ab, doch in der 64. Minute war sie chancenlos beim Schuss von Thaisa aufs Tor. Die Schlussphase des Spiels war geprägt vom Spiel auf Sicherheit, sodass in der regulären Spielzeit kein weiteres Tor mehr fiel.

In der ersten Halbzeit der Verlängerung hatten beide Mannschaften die Möglichkeit, in Führung zu gehen, doch der Kopfball der Französin Diani wurde von Bárbara abgewehrt, und nach einem brasilianischen Konter, bei dem Debinha bereits die französische Torfrau ausgespielt hatte, wurde ihr Schuss auf der Torlinie von Griedge Mbock Bath geblockt. Nach dem Seitenwechsel spielte Amel Majri einen Freistoß von rechts vor das brasilianische Tor, und Amandine Henry setzte den direkt angenommenen Ball in der 106. Minute unhaltbar für Bárbara ins rechte Toreck.


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Quellen[Bearbeiten]