Forscher möchten den perfekten Weihnachtsbaum in unser Wohnzimmer stellen

aus Wikinews, einem freien Wiki für Nachrichten
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Artikelstatus: Fertig
Bitte keine weiteren inhaltlichen Veränderungen vornehmen, sondern einen Folgeartikel schreiben.
Weihnachtsbaum

Kopenhagen (Dänemark), 24.12.2004 – Es hört sich an wie ein Witz, ist aber aktueller denn je. Dänische Forscher aus dem Kopenhagener Botanik-Institut suchen seit den 90-er Jahren nach einer Möglichkeit, mit Hilfe der Gentechnologie den perfekten Weihnachtsbaum zu entwickeln.

Die Dänen stehen europaweit an der Spitze im Verkauf von Weihnachtsbäumen. Jährlich verkaufen sie rund zehn Millionen Bäume und 35.000 Tonnen Tannenzweige überwiegend nach Deutschland. Etwa 95 Prozent der Bäume sind Nordmanntannen.

Durch die Herstellung genmanipulierter Weihnachtsbäume versprechen sich die Forscher eine ertragreiche Massenproduktion ohne Ausschussware durch verkümmerte Spitzen, krumme Stämme und dünne Zweige. Momentan muss fast die Hälfte der angepflanzten Bäume vernichtet werden, weil sie verformt und zu dünn sind und damit nicht den Vorstellungen des Verbrauchers entsprechen.

In circa zehn bis fünfzehn Jahren, so schätzen die Forscher, soll die Forschung abgeschlossen sein und der Verbraucher Weihnachtsbäume kaufen können, die nicht nadeln und gleichförmig sind. Die Zweige sind so stabil, dass sie problemlos das Gewicht des Christbaumschmuckes halten können.

Bei der Herstellung der „Genbäume“ werden die Triebe der Tannen geteilt und die Hälfte davon bei 196 Grad unter Null eingefroren. Die andere Hälfte wird auf Nährstoffboden in einem Brutkasten herangezogen. Etwa vier Monate später kommen die jungen Triebe in ein Gewächshaus und verbleiben dort etwa zwölf Monate unter künstlichen Klimabedingungen. Erst danach werden die Bäume zum Auswachsen in die freie Natur umgesetzt. Wie lange es dann noch dauert, bis die Bäume tatsächlich in unsere Wohnzimmer kommen, steht aber noch in den Sternen.

Themenverwandte Artikel

Quellen