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Ernst Uhrlau kündigte Umstrukturierung des Bundesnachrichtendienstes an

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Artikelstatus: Fertig 15:13, 25. Jul. 2006 (CEST)
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Berlin / München (Deutschland), 25.07.2006 – Ernst Uhrlau, Chef des Bundesnachrichtendienstes (BND), kündigte vorgestern in Berlin eine umfassende Umstrukturierung des Bundesnachrichtendienstes an. Betroffen ist insbesondere die Führungsebene des BND. Die Komplexität der verschiedenen Führungsebenen soll verringert werden. Ziel ist dabei, die Effektivität des Dienstes zu erhöhen und seine Kontrolle zu erleichtern. Am alten Standort in Pullach seien die Mitarbeiter auf 60 verschiedene Gebäude verteilt. Im Neubau an der Berliner Chausseestraße sollen sich ab 2012 4.000 Mitarbeiter auf die Arbeit in den beiden Kernbereichen Beschaffung und Auswertung von Informationen konzentrieren.

Diese Gedanken erläuterte Uhrlau in einem Gespräch gegenüber der „Welt“ mit dem Thema „Islamisten in Deutschland“. Uhrlau begründete den Schritt mit der Notwendigkeit einer Anpassung des Auslandsgeheimdienstes an die Bedrohung durch den internationalen Terrorismus sowie den geplanten Umzug des BND im Jahr 2012 von München nach Berlin. Uhrlau sprach in diesem Zusammenhang von einer „asymmetrischen Bedrohungslage“, die nach dem Ende des Kalten Krieges durch die terroristische Gefahr entstanden sei. Der BND müsse sich gegenüber anderen Organen und Geheimdiensten des Bundes stärker öffnen. Die traditionell geübte Abschottung des Dienstes nach außen habe sich angesichts dieser „asymmetrischen Bedrohung“ als nachteilig erwiesen.

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Quellen