Erdbeben in der Provinz Yunnan im Südwesten Chinas

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Veröffentlicht: 20:15, 12. Jul. 2009 (CEST)
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Das Epizentrum lag im Südwesten Chinas.
Kartographie: USGS

Volksrepublik China, 12.07.2009 – In der Provinz Yunnan im Südwesten Chinas kam es am 9. Juli 2009 zu einem schweren Erdbeben. Nach Angaben des United States Geological Survey eine Momenten-Magnitude von 5,7 Mw. Chinesische Seismologen gaben die Stärke des Bebens mit 6,0 auf der Richterskala an. Die Nachrichtenagentuar Xinhua meldete, dass durch das Erdbeben mindestens eine Person getötet und 348 verletzt worden seien. Etwa 18.000 Häuser seien eingestürzt und 75.000 beschädigt worden.

Das Epizentrum des Bebens lag etwa 120 km südsüdwestlich von Panzhihua in Sichuan und 2.130 km südwestlich von Peking. Es ereignete sich um 19:19:16 Uhr Ortszeit (13:19:16 Uhr MESZ). Mehrere starke Nachbeben ereigneten sich seitdem, davon war das mit Epizentrum 85 km östlich von Dali am 10. Juli mit einer Magnitude von 5,0 Mw das stärkste.

Die Behörden haben Zelte und Decken in die Erdbebenregion geschickt, um Obdachlose unterzubringen. Rund eintausend Soldaten der Volksbefreiungsarmee wurden in Marsch gesetzt, um den Betroffenen zu helfen. Die Zahl der Obdachlosen wurde von Xinhua zunächst mit 400.000 angegeben, später aber auf 250.000 korrigiert.

Das Erdbeben ließ Erinnerungen an das Erdbeben von Sichuan in der benachbarten Region wachwerden, bei dem im Mai 2008 rund 90.000 Menschen starben. Doch auch die Provinz Yunnan wird regelmäßig von Erdstößen erschüttert. Seit 1976 haben 15 Erdbeben eine Stärke von mindestens 6,0 erreicht. Bei dem Erdbeben vom 15. Januar 2000 wurden in Yao'an sieben Menschen getötet und 199 verletzt.

Quellen