Energiekontor bezeichnet Projekte der Konkurrenz als „Dünnschiss“

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Veröffentlicht: 15:23, 30. Mai 2011 (CEST)
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Ritterhude (Deutschland), 30.05.2011 – Der Mitbegründer und Aufsichtsratssprecher des Bremer Unternehmens Energiekontor, Bodo Wilkens, äußerte sich auf der Hauptversammlung der Aktiengesellschaft am vergangenen Mittwoch in Ritterhude abfällig über Windenergieprojekte der Konkurrenz. Wörtlich erklärte er: „Wenn andere Firmen sagen, wir haben ein paar Anlagen in Polen, dann ist das alles Dünnschiss.“

Nach Unmutsäußerungen aus dem 80-köpfigen Publikum entschuldigte sich Wilkens für diesen „Ausrutscher“. Von den anwesenden Vertretern der Aktionärsvereinigungen, dem Bremer Rechtsanwalt Dr. Peer Koch von der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz und dem Umweltwissenschaftler Frank M. Rauch von der WeserStrom Genossenschaft, wurde der Vorfall nicht kommentiert.

Kritische Aktionäre, die sich mehrfach zu Wort meldeten, konnten sich mit ihren Anträgen nicht durchsetzen, da die Aufsichtsratsmitglieder Günter Lammers und Bodo Wilkens jeweils rund 35 Prozent der Aktien halten und aufgrund der geringen Präsenz der Vertreter aus dem Streubesitz somit alle Abstimmungsergebnisse mit mehr als 99 Prozent zu Gunsten der Unternehmensgründer ausfielen. Unter anderem wurde bemängelt, dass im Geschäftsjahr 2010 kaum Projektfortschritte erkennbar seien und keine Dividende ausgeschüttet werde. Zuletzt war für das Jahr 2009 eine Dividende in Höhe von 0,04 Euro je Aktie gezahlt worden. Seit dem historischen Tiefstand der Aktie im Jahre 2004 mit 1 Euro stieg der Kurs inzwischen auf bis über 6 Euro. Vertreter des Unternehmens wiesen auf die langfristigen Perspektiven bei der Offshore-Windenergie hin.

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