Die Lufthansa vergibt Großauftrag an Boeing

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Artikelstatus: Fertig 06:23, 7. Dez. 2006 (CET)
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Hauptverwaltung der Airline in Köln

Frankfurt am Main (Deutschland), 07.12.2006 – Die deutsche Fluggesellschaft Lufthansa will ihre Luftverkehrsflotte mit 27 Flugzeugen für den Langstreckenmarkt verstärken. Der Auftrag hat laut Listenpreis ein Volumen von 6,9 Milliarden US-Dollar.

Wie der Aufsichtsrat des Konzerns nach seiner heutigen Sitzung bekannt gab, wird die Lufthansa 20 neue Langstreckenflugzeuge des Luftfahrtkonzerns Boeing vom Typ Boeing 747-8 kaufen, die ab 2010 zur Verfügung stehen werden. Die Deutsche Lufthansa besitzt außerdem eine Option für den Kauf von 20 weiteren Maschinen bei Boeing. Hinzu kommen sieben Flugzeuge des Typs A340-600 des europäischen Flugzeugkonzerns Airbus (ab 2008). Der Aufsichtsratsvorsitzende der Lufthansa, Wolfgang Mayrhuber, erklärte, mit dieser Bestellung würden „weitere Effizienzsteigerungen durch Modernisierung der Flotte und Reduzierung der Treibstoff- und Betriebskosten“ angestrebt. Nicht ohne Stolz verkündete Mayrhuber, die Lufthansa sei damit „die weltweit erste Fluggesellschaft, die das neue Großraumflugzeug – das längste Passagierflugzeug der Welt – einsetzen werde“. Die Firma Boeing teilte die Begeisterung über den Deal. Scott Carson, Vorstandsvorsitzender von Boeing Commercial Airplanes, erklärte: „Wir sind begeistert, dass Lufthansa die B747-8 als wichtigen Bestandteil ihrer jungen und ökologisch effizienten Flotte gewählt hat.“

Mit einer Ausstattung 400 Sitzplätzen ergänzt die Boeing die Struktur der Lufthansaflotte für Interkontinentalflüge, die nächstgrößere Klasse wird dann durch den A380, mit 550 Sitzplätzen, abgedeckt werden.

Die Lufthansa weist besonders darauf hin, dass mit dem Kauf der beiden Flugzeuge auch umweltpolitische Ziele verfolgt würden. Die Emissionen der neuen Flugzeuge lägen, so Mayrhuber, im Vergleich zu den bisherigen Modellen um 20 Prozent niedriger. Der Kraftstoffverbrauch der Boeing 747-8 könne dank der Verwendung eines Triebwerks von General Electric (Modellbezeichnung „GEnx-2B67“) voraussichtlich auf 3,5 Liter pro Passagier auf 100 Kilometer gesenkt werden. Die Arbeitsgemeinschaft Deutscher Verkehrsflughäfen (ADV) gibt den durchschnittlichen Kraftstoffverbrauch bei der Lufthansa im Jahr 2004 mit 4,29 Liter je 100 Passagierkilometer an. Besonders treibstoffsparend seien die Ferienflieger. Die Thomas-Cook-Flotte kam 2004 auf diesen gut ausgelasteten Charterstrecken sogar auf 2,88 Liter je 100 Passagierkilometer.

Im Zusammenhang mit dem Einkauf bei Boeing wiesen Marktanalysten darauf hin, dass sich der Kauf bei Boeing gut in das Gesamtkonzept der Luftfahrtgesellschaft einfüge, da sich der Konzern so nicht in die einseitige Abhängigkeit von einer Fluggesellschaft begebe. Lufthansa gilt auch als wichtiger Geschäftspartner des europäischen Flugzeugbauers Airbus.

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Quellen